Buch-Cover: Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld – Die Realität des Risikos (Foto: Verlag Piper)

Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld: Die Realität des Risikos

Fragen an den Autor

 

Sendung: Sonntag 09.05.2021 9.04 bis 10.00 Uhr

Risiko, das ist ein vermeintlich philosophisch-abstraktes Thema, das aber nun während der Corona-Pandemie zu einem ganz handfesten politischen Kulminationspunkt von Auseinandersetzungen geworden ist.

Vorab-Interview mit Prof. Julian Nida-Rümelin
Harsche Kritik an Corona-Politik der Regierung
Prof. Julian Nida-Rümelin hatte schon vor der Sendung im SR-Interview einen Kurswechsel in der Corona-Politik gefordert: Der Inzidenzwert müsse zu Gunsten anderer Maßstäbe aufgegeben, negativ Getestete müssten Geimpften und Genesenen gleichgestellt, die allgemeinen Maßnahmen möglichst schnell beendet werden.

Oft heißt es in Analysen, die Politik hätte die Realität des Risikos dieser Pandemie unterschätzt und trotz vieler Warnungen in den letzten Jahrzehnten nötige Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen. Aber: Kann man sich überhaupt gegen jede Eventualität schützen? Kann man Risiko, gerade in unserem Kulturkreis, der stark auf den Wert der Freiheit rekurriert, überhaupt ausschließen?

Die Autoren Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld plädieren für einen realistischeren Umgang mit Risiken und zeigen auf, dass es dabei immer um Güterabwägung geht.

Welche Risiken sind wir bereit zu tragen? Welche nicht? Wogegen können wir uns schützen? Und um welchen Preis? Welche Werte sind uns dabei als Gesellschaft wichtig? Am Ende steht eine "ethisch begründete" Risikopraxis. Denn ohne Klarheit in den Köpfen, ohne risikoethische Kompetenz und ohne politische Urteilskraft werden wir nach Meinung der Autoren auch zukünftige Pandemien nicht bewältigen können.

Moderation: Kai Schmieding


Kritik an Corona-Krisenmanagement
"Es geht auch ohne Lockdown"
Prof. Julian Nida-Rümelin kritisierte bereits am 7. April Im SR-Interview das Corona-Krisenmanagement der deutschen Regierung scharf - vor allem wegen der langen Untätigkeit, dem starren Blick auf Inzidenzen und wegen der vielen "grotesken" Entscheidungen.


Rückblick:

Sonntag, 2. Mai: Fragen an den Autor
Ralph Knispel: Rechtsstaat am Ende
Oberstaatsanwalt Ralph Knispel erklärt Recht und Gesetz in Deutschland für bankrott. Unterbesetzte Polizeistationen und schwer nachvollziehbare Entscheidungen lassen das Vertrauen in den Rechtsstaat schwinden. Wie es besser gehen könnte, erklärte er am 2. Mai in "Fragen an den Autor". Zum Podcast.


Vorschau:

16. Mai: Julia Friedrichs mit "Working Class"

23. Mai: Bettina Weiguny mit "Wirecard"

30. Mai: Anne Fleck mit "Energy"


Podcast

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Redaktion: Kai Schmieding
Verantwortlich: Thomas Bimesdörfer

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