Annie Ernaux - Erinnerung eines Mädchens (Foto: Suhrkamp Verlag)

Annie Ernaux: "Erinnerung eines Mädchens"

Werktäglich ab ca. 22.30 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Fortsetzung folgt...  

Vom 2. bis zum 18. Dezember hören Sie in "Fortsetzung folgt..." werktäglich ab ca. 22.30 Uhr je einen Teil des Romans "Erinnerung eines Mädchens" von Annie Ernaux. Mit schonungsloser Genauigkeit erzählt sie darin von ihrer ersten sexuellen Begegnung - von Macht, Ohnmacht und Unterwerfung. Jeden Teil gibt's danach auch in der Mediathek.

Sendung: Montag 02.12.2019 bis Mittwoch, 18.12.2019


In 13 Folgen gelesen von Maren Kroymann

Aus dem Französischen von Sonja Finck
Suhrkamp Verlag. 20,00 Euro

Annie ist fast 18 Jahre alt, als sie zum ersten Mal eine Party besucht, an einem Samstagabend im August 1958. Sie arbeitet als Betreuerin während einer Ferienfreizeit. Zum ersten Mal bewegt sie sich allein in der Welt der "anderen" – derer, die keine katholische Schule besuchen. Und die wissen, wie man sich auf Partys verhält. Als H. sie zum Tanzen auffordert und sie auf dem Zimmer ihre erste sexuelle Erfahrung mit ihm macht, weiß sie nicht, wie ihr geschieht. Über 50 Jahre später schreibt sie ihre Geschichte nieder. Und versucht das Mädchen wiederzufinden, das sie an jenem Abend verlor.

Annie Ernaux (Foto: SR/Martin Breher)
Annie Ernaux

"Erinnerung eines Mädchens" verhandelt im Kontext der 1950er Jahre eine Thematik, die gerade aktueller erscheint als je zuvor: Die Selbstbestimmtheit der Frau und ihr Selbstverständnis im eigenen Körper.

Über die Autorin

Annie Ernaux, geboren 1940 in der Normandie, bezeichnet sich als "Ethnologin ihrer selbst". Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit. Ihre zwanzig Bücher, darunter "Die Jahre" und "Eine Frau", sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden.

SR-Mediathek: Fortsetzung folgt
Hier finden Sie die jeweils aktuelle Folge der Sendung "Fortsetzung folgt" für sieben Tage in der SR-Mediathek!


Mehr über Annie Ernaux im Archiv:

Annie Ernaux im Portrait
"Ich bin so etwas wie ein Klassenflüchtling"
Annie Ernaux ist seit 1974 mit Romanen wie "Une Femme" oder "La Place" immer wieder hervorgetreten, in denen sie soziologische und biographische Elemente verbindet. In Deutschland ist sie erst mit Verspätung bekannt geworden. Von 2017 an erschienen in schöner Regelmäßigkeit erst "Die Jahre", dann "Erinnerung eines Mädchens" und zuletzt "Der Platz", alle übersetzt von Sonja Finck, der Preisträgerin des Eugen-Helmlé-Übersetzerpreises 2019.


Fortsetzung folgt...

Montags bis freitags, 14.04 bis ca. 14.30 Uhr
und danach jeweils 30 Tage lang in der SR-Mediathek

Die knappe halbe Stunde Literatur am Tage: Kurzgeschichten, Novellen oder Romane von berühmten Autoren, gelesen von erstklassigen Sprechern.

Redaktion: Tilla Fuchs
Kontakt: fortsetzungfolgt@sr.de

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