Straf- und Arbeitslager in der Sowjetunion. Gruppenfoto: Kinder und Betreuer (Foto: picture-alliance / akg-images | akg-images)

Gulagkind

Wie Kolja Rayß und seine Mutter Straflager und Verbannung überlebten

Von Dorothea Brummerloh  

Sendung: Samstag 18.12.2021 9.05 bis 09.30 Uhr

In der Stalin-Diktatur gab es eine Säuberungswelle von vermeintlichen Konterrevolutionären, die nach erzwungenen Geständnissen in Lager verfrachtet wurden. Betroffen waren auch deutsche KommunistInnen, die vor den Nazis in den 1930er Jahren nach Moskau geflohen waren und später der Spionage bezichtigt wurden. Konrad Rayß‘  Mutter Lotte war eine von ihnen.

FeatureZeit: Gulagkind
Audio [SR 2, Dorothea Brummerloh, 16.12.2021, Länge: 26:20 Min.]
FeatureZeit: Gulagkind

Im Gulag erleidet sie kaum Vorstellbares: Männer werden erschossen, Frauen begehen Selbstmord, Kinder verhungern. Die Sterberate in den Lagern ist  hoch. Um zu überleben, raten Mithäftlinge Lotte Straub: "Schaff Dir ein Kind an, dann weißt Du, wofür Du lebst".

Konrad Rayß ist eines der Kinder, die in sowjetischen Straflagern zur Welt kamen. Er erzählt stellvertretend für die Kinder, die von Historikern als "vergessene Opfer" bezeichnet werden, wie er und seine Mutter das alles überlebt haben und 1954 nach Deutschland, in die DDR zurückkehren durften:  In ein Land, das von ihrem Schicksal nichts wissen wollte.


Das Bild zeigt ein Straf- und Arbeitslager in der Sowjetunion mit Kindern und Betreuern (Foto: picture-alliance / akg-images | akg-images).

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