"Der weinende Petrus", Gemälde von El Creco, Toledo, Hospital Tavera.  (Foto: picture alliance / akg-images | akg-images / Joseph Martin)

Die Gabe der Tränen 

Weinen als spirituelles Geschenk

Von Michael Reitz  

Sendung: Samstag 27.11.2021 9.05 bis 9.30 Uhr

Ausgerechnet Petrus, der heißblütige Apostel, vergießt bittere Tränen, weil er seinen Freund und Lehrer Jesus verleugnet hat. Eine schmerzhafte Selbsterfahrung. Er wird – in den Worten der modernen Psychologie gesprochen – mit seiner weichen Seite konfrontiert.

Die Gabe der Tränen
Audio [SR 2, Michael Reitz, 27.11.2021, Länge: 24:51 Min.]
Die Gabe der Tränen

In der Bibel ist er nicht der einzige Mann, der weint.

Während Weinen in unserer Kultur lange als Zeichen von Schwäche galt, hat die christliche Spiritualität immer wieder die befreiende Wirkung der Tränen hervorgehoben.

Sie ist ein Charisma, eines der Geschenke des Heiligen Geistes. Nicht weinen zu können, verhärtet zu sein, bedeutet, sich von einem Teil seines Wesens abzuspalten – und sich damit auch zu verschließen vor den Tiefen der eigenen Seele.


Das Bild zeigt das Gemälde "Der weinende Petrus" von El Creco, Toledo, Hospital Tavera (Foto: picture alliance / akg-images | akg-images / Joseph Martin).

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