Der Kampf der Uiguren

Der Kampf der Uiguren

Wie Chinas unterdrückte Minderheit von Deutschland aus ums Überleben kämpft

Von Johannes Berthoud  

Sendung: Donnerstag 21.05.2020 11.04 bis 12.00 Uhr

In Xinjiang im Westen Chinas haben die Sicherheitsbehörden in den letzten Jahren ein gewaltiges Lagersystem aufgebaut. Es richtet sich gegen muslimische Minderheiten, vor allem Uiguren, aber auch Kasachen und Kirgisen. Ein bis zwei Millionen Menschen sitzen nach Schätzungen in den Internierungslagern. 

Weltweit kämpfen aus Xinjiang geflohene Uiguren gegen die Unterdrückung der chine­sischen Regierung. Eine zentrale Rolle dabei spielt Deutschland. Der Weltkongress der Uiguren ist die wichtigste Auslandsvertretung des Volkes und sitzt in München. Warum gerade München? Weil der US-Radiosender Radio Liberty in den 1970ern von hier aus ein uigurisches Radioprogramm ausgestrahlt hat. 

Im Feature erzählt ein ehemaliger Lagerinsasse von Folter und Indoktrinierung. Eine junge Uigurin sucht von Deutschland aus ihre Schwester, die wahrscheinlich in einem Internierungslager ist. Einer der ersten Uiguren, die nach Deutschland gekommen sind, findet in seinem Keller alte Tonbänder und erinnert sich an den ersten uigurischen Protest in Deutschland überhaupt. 

Die Sendung schlägt den Bogen vom Beginn des uigurischen Lebens in Deutschland bis zum heutigen Kampf gegen die Internierungslager. Den Aktivisten geht es dabei um nicht weniger als das Überleben ihrer Kultur.

Das Foto ganz oben zeigt eine Demonstration gegen die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China im Januar 2020, Hamburg (Foto: dpa / Markus Scholz).

FeatureZeit

An Feiertagen (außer sonntags) zwischen ca. 11.04 und 12.00 Uhr

Die "klassische" Hörfunk-Dokumentation. Radiophone Darstellung von Zeitthemen, Angebote zur Beteiligung am gesellschaftlichen Dialog.

Kontakt: feature@sr.de

Redaktion: Michael ThieserJochen Marmit, Thomas Bimesdörfer, Dagmar Scholle

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