Weizenfeld (Foto: pixabay/Pexels)

Die dünne Haut der Erde

Warum Bauern den Boden unter ihren Füßen verlieren

Von Nora Bauer  

Sendung: Christi Himmelfahrt 30.05.2019 11.04 bis 12.00 Uhr

2011 und 2018: extreme Trockenheit in Mecklenburg Vorpommern. 2017: extreme Niederschläge in Schleswig-Holstein.

Im ersten Fall wurde die Ackerkrume einfach weggeblasen, im zweiten Fall stand das Wasser wochenlang kniehoch auf den Feldern. Die Ernten waren jeweils schlecht. Längst ein Phänomen, das sich in ganz Deutschland zeigt. Und schuld daran war nicht das Wetter.

So gegensätzlich die beiden Naturereignisse auch scheinen mögen, bilden sie nach Meinung von Naturschützern dieselbe Problemlage ab: Humusschwund als Folge industrieller Bearbeitung: Monokulturen, zu schweres Gerät, fehlende Fruchtfolgen, chemische Dünger, großzügiger Einsatz von Herbiziden und Insektiziden.

Die Böden sind den Wetter-Kapriolen nicht mehr gewachsen. Viele Bauern müssen Ackerboden in Form von Kompost nachkaufen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will bis Herbst 2019 eine umfassende Ackerbaustrategie vorstellen, in der auch die Bodengesundheit eine größere Rolle spielen soll.

Die Autorin besichtigt die Lage vor Ort und fragt, warum Landwirte mit der kostbaren Humusschicht so sorglos umgehen und welche natürlichen Alternativen es gibt. (DLF/SR 2019)

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Redaktion: Michael ThieserJochen Marmit, Thomas Bimesdörfer, Dagmar Scholle

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