Das "Historische Quartett" am 30. Oktober 2018 im Festsaal des Saarbrücker Rathauses (Foto: Patrick Wiermer)

Das Historische Quartett: Zwischen Krise und Aufbruch

Perspektiven einer zeitgemäßen Erinnerungsarbeit

 

Sendung: Freitag 02.11.2018 19.15 bis 20.00 Uhr

Diskurs

Prof. Dr. Günter Morsch (Foto: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten / Lars Wendt)
Prof. Dr. Günter Morsch

Die Erinnerungskultur in Deutschland ist einerseits das Ergebnis gesellschaftlicher Debatten, die seit den 1960er Jahren geführt werden, andererseits ist sie immer auch stark von familiengeschichtlichen Narrativen geprägt. Erst seit der Wiedervereinigung setzte in der Bundesrepublik die Institutionalisierung und Professionalisierung der Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit ein.

Gleichzeitig nimmt die Zahl der noch lebenden Zeitzeugen kontinuierlich ab. Damit verbunden ist der Wandel, was  Inhalte und Formen des Gedenkens betrifft. Fragen der Vermittlung rücken in den Fokus.

 Dr. Elke Gryglewski (Foto: Privat)
Dr. Elke Gryglewski

Gedenkstätten sollen dabei neben der historischen Bildung auch verstärkt Aufgaben der Demokratieerziehung und Menschenrechtsbildung übernehmen. Kann das funktionieren? Gibt es ein richtiges und falsches Erinnern und Gedenken. Und welche Rolle spielen dabei die Schulen?


Ein Ausblick auf die Sendung:

Erinnerungsarbeit zwischen Krise und Aufbruch
Audio [SR 2, Patrick Wiermer, 31.10.2018, Länge: 03:38 Min.]
Erinnerungsarbeit zwischen Krise und Aufbruch
Wie kann man Erinnerungskultur trotzdem am Leben erhalten? Bleiben am Ende nur die Gedenkstätten? Um diese Fragen drehte sich am 30. Oktober das Historische Quartett im Saarbrücker Rathaus. Für SR 2 KulturRadio hat Patrick Wiermer die Expertendiskussion verfolgt.

Über Gedenkstätten, Zeitzeugen und historische Bildung
Audio [SR 2, Jochen Marmit, 30.10.2018, Länge: 04:50 Min.]
Über Gedenkstätten, Zeitzeugen und historische Bildung
Einer der Podiumsgäste, Prof. Dr. Günter Morsch von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, hat wenige Stunden vor dem Historischen Quartett mit SR 2-Moderator Jochen Marmit u. a. über die aktuelle Situation der Gedenkstätten und das Wegsterben von Zeitzeugen gesprochen.


Es diskutieren:

  • Dr. Elke Gryglwski, Vize-Direktorin in der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin
  • Dr. Eva Kell, Lehrbeauftragte Didaktik für das Fach Geschichte an der Universität des Saarlandes
  • Prof. Dr. Günter Morsch, langjähriger Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen

Moderation: Thomas Bimesdörfer (SR)

Das Historische Quartett ist eine Kooperationsveranstaltung des Stadtarchivs Saarbrücken, der Landeszentrale für politische Bildung, des Historischen Vereins für die Saargegend und SR 2 KulturRadio

Eine Aufzeichnung vom 30. Oktober 2018 aus dem Festsaal des Rathauses St. Johann in Saarbrücken


Mehr zum Thema Erinnerungskultur:

Erinnerungsort für die Zwangsarbeiter der Völklinger Hütte
Audio [SR 2, Sally-Charell Delin, 30.10.2018, Länge: 03:57 Min.]
Erinnerungsort für die Zwangsarbeiter der Völklinger Hütte
Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte hat eine bewegte Geschichte. Während des zweiten Weltkriegs waren dort tausende Zwangsarbeiter beschäftigt. Dieser Teil der Hüttengeschichte ist jetzt Thema einer neuen Installation vor Ort. Sie stammen vom französischen Künstler Christian Boltanski. SR 2-Reporterin Sally-Charell Delin konnte sich die Installation bereits anschauen.


Diskurs

Freitags von 19.15 bis 20.00 Uhr auf SR 2 KulturRadio.

Diskurs – das ist ein Beitrag zur Gesprächs- und Debattenkultur. Die Sendung bietet Aufzeichnungen von Diskussionsrunden im Studio, Veranstaltungen, die SR 2 KulturRadio mit seinen Medienpartnern gemeinsam durchführt sowie verschiedene andere Formate wie:

Die SR-eigenen Produktionen stellen wir zeitnah per Podcast online.


Kontakt

Redaktion: Barbara Renno
Verantwortlich: Thomas Bimesdörfer
E-Mail: diskurs@sr.de

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