Die Grenze von Mexiko und den USA  (Foto: pixabay / WikiImages)

Das Massaker von Camargo

Migranten aus Guatemala, getötet in Mexiko

Anne Demmer  

Sendung: Samstag 09.10.2021 17.30 bis 18.00 Uhr

Der gut gepflegte Fußballplatz ist das einzige Highlight im guatemaltekischen Comitancillo. Massive Arbeitslosigkeit, Armut und Unterernährung sind die größten Probleme. Wer kann, verlässt den Ort, nimmt Schulden auf, um in die USA zu gelangen.

"Schlepper" ist ein gängiger Beruf in Comitancillo, die Nachfrage bestimmt das Angebot: Es sind Väter, Brüder, Bekannte. Ein lukratives Geschäft. Jede Woche verlassen junge Menschen den Ort. Daran hat auch die Warnung von US-Vizepräsidentin Kamala Harris bei ihrem Besuch in Guatemala nichts geändert: "Do not come – kommt nicht".

13 Einwohner Comitancillos – die meisten um die 20, einige von ihnen minderjährig – hatten sich Anfang des Jahres gemeinsam auf den Weg gemacht, sich teils hoch verschuldet. Der Schlepper soll der Vater von einem von ihnen gewesen sein, heißt es in dem Ort. Bis hoch in den Norden nach Camargo im Bundesstaat Tamaulipas, an der Grenze zu den USA, sind sie gekommen, dort wo die Gewalt zwischen den konkurrierenden Banden eine permanente tödliche Gefahr ist.

Am 22. Januar wurden die Migranten und Migrantinnen kurz vor ihrem Ziel erschossen und dann verbrannt. Die Bilder der ausgebrannten Fahrzeuge gingen um die Welt. Zwölf Polizeikräfte wurden daraufhin verhaftet. Eine Spurensuche. (ARD)


Das Bild ganz oben zeigt einen Grenzabschnitt zwischen Mexiko und den USA (Foto: pixabay / WikiImages).


Die Reportage

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Redaktion: Michael Thieser, Katrin Aue

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