Das Atommüll-Lager Hanford Site im US-Bundesstaat Washington (Foto: dpa / picture alliance / EPA / Jim Lo Scalzo)

Verklärt, verstrahlt, vergessen?

Hanford Site in Washington State

Von Nicole Markwald  

Sendung: Samstag 16.03.2019 17.30 bis 18.00 Uhr

Rund drei Autostunden von Seattle entfernt, mitten in der Einöde des Bundesstaates Washington, wurde 1943 Geschichte geschrieben. In nicht mal einem Jahr wurde auf einem Areal nahe des gewaltigen Columbia River die "Hanford Site" errichtet - ein Nuklearkomplex, in dem u.a. das Plutonium gewonnen wurde, das beim Atombombenabwurf von Nagasaki zum Einsatz kam.

Die große Herausforderung der Anlage mit seinen insgesamt neun Reaktoren: Wohin mit dem radioaktiven Abfall? Man entschied sich, ihn in riesige unterirdische Tanks zu füllen. Seit Jahren ist aber bekannt, dass Teile der Tanks undicht sind. Deshalb gilt Hanford Site heute als der radioaktiv am schwersten kontaminierte Ort in der westlichen Hemisphäre.

Die Reaktoren wurden bereits vor Jahren abgeschaltet. Heute können Touristen einen Reaktor besuchen und die technische Leistung bewundern. Über die Probleme des Areals erfahren sie fast nichts. (ARD)


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