Eine Hand greift nach einem Huhn in die Kühltheke (Foto: dpa)

Folgen des Welthandels

Ghana und das globale Huhn

Von Alexander Göbel. Foto: dpa  

Sendung: Samstag 02.02.2019 17.30 bis 18.00 Uhr

Wenn es um Fluchtursachen in Afrika geht, dreht sich die Diskussion schnell um Wirtschaftspolitik, und um unfaire Handelsbeziehungen zwischen der EU und afrikanischen Staaten. Der Vorwurf, der Westen überschwemme mit seinen hoch subventionierten Produkten afrikanische Märkte, ist ebenso alt wie richtig.

Verstärkt wird die Debatte durch die so genannten EPAs, die Wirtschaftspartnerschaften zwischen der EU und afrikanischen Staaten, in denen sich beide Seiten zu Zollabbau und Marktöffnung bereit erklären.

Problematisch sind besonders die Fleischexporte von europäischen Konzernen. Beispiel Ghana: Hier, so beklagen Ghanas Geflügelfarmer, habe konkurrenzlos billiges EU-Hühnchen dazu geführt, dass die heimische Branche am Rande des Zusammenbruchs steht.

Wir haben nachgefragt und festgestellt: Die Importe sind weiter gestiegen, die Angelegenheit ist komplexer als je zuvor, und Ghanas Hühnchenproduzenten machen sich keine Illusionen: Die Globalisierung lässt sich nicht stoppen. Deshalb suchen sie nach neuen Strategien und kämpfen um ihre Existenz. (ARD)


Die Reportage

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Redaktion: Michael ThieserJochen Marmit, Katrin Aue

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