Das Atomkraftwerk in Cattenom (Foto: SR)

Reaktor oder Windrad

Frankreichs Spagat zwischen Atomenergie und Erneuerbaren

Von Manuel Waltz  

Sendung: Samstag 22.12.2018 17.30 bis 18.00 Uhr

Frankreich ist von der Atomkraft abhängig wie kaum ein anderes Land. Drei Viertel des Stroms liefern die Reaktoren des Landes. Doch das soll sich ändern, Erneuerbare sollen bis spätestens 2035 die Hälfte der Elektrizität produzieren. Jetzt aber stellt sich die Frage, wie viele Kraftwerke dafür abgeschaltet werden.

Selbstfahrende Arbeitsmaschine zum Transport von Windradflügeln (Foto: SR)
Selbstfahrende Arbeitsmaschine zum Transport von Windradflügeln


Ein ambitionierter Umweltminister ist daran bereits gescheitert, denn die Atomkraft und der Staat, das ist in Frankreich eins. Atomkraftwerke abzuschalten, das ist in Frankreich nahezu unmöglich, das zeigt der störanfällige Reaktor in Fessenheim, der immer noch am Netz ist.

Das bestätigen auch die Atomkraftgegner in der Normandie, die seit Jahren gegen einen neuen Skandalreaktor und gegen die Wiederaufbereitungsanlage kämpfen. Und auf der anderen Seite steht die Atom-Lobby, die zuversichtlich ist, bald viele neue Atomkraftwerke zu bauen. Ihre Argumentation: AKWs stoßen kein CO2 aus und schützen somit das Klima. (SR)


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Redaktion: Michael ThieserJochen Marmit, Katrin Aue

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