Menschen umringen das Monument zum Atombombenabwurf 1945 in Nagasaki (Foto: dpa / picture alliance / EPA / Kimimasa Mayama)

Nagasaki

Japans Tor zur Welt

Von Jürgen Hanefeld  

Sendung: Samstag 01.09.2018 17.30 bis 18.00 Uhr

Was Hamburg für Deutschland ist, ist Nagasaki für Japan. Die Stadt mit ihren nur 420.000 Einwohnern ist zwar keine Metropole, verströmt aber den Duft der großen, weiten Welt. An allen Haltestellen der ratternden Straßenbahn gibt es mehrsprachige Hinweise auf die touristischen Attraktionen, auch die Ansagen in den Waggons sind nicht allein japanisch, sondern englisch, chinesisch und koreanisch. Nirgendwo sonst in Japan kommen Ausländer so leicht ohne einheimische Sprachkenntnisse zurecht.

Die kosmopolitische Tradition reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Nagasaki hat portugiesische und niederländische Einflüsse aufgenommen. Auch deutsche Kaufleute unterhielten einen Handelsposten. Einem Würzburger Arzt, Philipp Franz Balthasar von Siebold, ist es zu verdanken, dass Hortensien und Blauregen in deutsche Gärten exportiert wurden. In Japan ist Siebold noch heute berühmt als Naturforscher, Botaniker und Ethnologe.

Nagasaki steht aber auch für ein trauriges Kapitel der Geschichte: Am 9. August 1945 um 11.02 Uhr warf ein US-Bomber eine Atombombe auf die Stadt. Ein Museum erinnert an das Leid der Zivilbevölkerung. (ARD)


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