Zerstörtes Haus in Syrien (Foto: Pixabay CC0)

Die Hinterlassenschaften des IS in Syrien und im Irak

Von Björn Blaschke und Susanne El Khafif  

Sendung: Samstag 03.03.2018 17.30 bis 18.00 Uhr

Eine internationale Koalition hat zusammen mit den Führungen in Bagdad und in Syrien den IS militärisch weitgehend geschlagen. Damit ist der selbsternannte "Islamische Staat" wieder das, was er vor seinem Sturm durch den Nahen Osten gewesen war: eine Terrororganisation - ohne staatsähnliche Strukturen, ohne Territorium. Ein militärischer Erfolg.

Aber: Millionen Menschen leben nach wie vor in Lagern, bei Freunden oder Verwandten. Denn der Kampf gegen den IS hat eine Spur der Verwüstung durch Syrien und den Irak gezogen. Ganze Dörfer und Städte liegen in Trümmern. Das ist eine Hinterlassenschaft des IS. Eine andere sind durch die Gewalt der zurückliegenden Jahre gebrochene oder verrohte Menschen.

Programme zu ihrer Betreuung gibt es so wenig wie Pläne zum Wiederaufbau. So lange das so bleibt, ist der militärische Erfolg über den IS ein Pyrrhussieg; seine Ideologie wird überleben. (ARD)


Die Reportage

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Redaktion: Michael ThieserJochen Marmit, Katrin Aue

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