Zwei Briefumschläge in einer Briefwahlbox (Foto: SR)

Jazz und Politik

Sondersendung zu den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg

Mit Peter Weitzmann  

Sendung: Sonntag 01.09.2019 18.04 bis 20.00 Uhr

Peter Weitzmann (Foto: Pasquale D'Angiolillo)
Peter Weitzmann

Die Landtagwahlen in Sachsen und Brandenburg werden vor allem für die ehemals dominanten Volksparteien CDU und SPD zum Härtetest. Beide sind in jeweils einem dieser Länder traditionell stark und haben diesmal heftig zu kämpfen, um am Ende überhaupt noch eine Mehrheit für eine Regierung unter ihrer jeweiligen Führung zusammenzukriegen. Das trifft die CDU in Sachsen wie die SPD in Brandenburg.


mdr.de
Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg
Am 1. September werden in Sachsen und Brandenburg neue Landesparlamente gewählt. In beiden Ländern will die AfD stärkste Kraft werden. Sie könnte in Sachsen an der seit fast 30 Jahren dominierenden CDU und in Brandenburg an der SPD vorbeiziehen. In Sachsen sorgte im Vorfeld ein Streit um die AfD-Landesliste für Wirbel.


Der Blick nach Sachsen

In Sachsen regiert die CDU seit der Wende teilweise sogar mit absoluter Mehrheit. Aber die Zeiten von "König Kurt" (Biedenkopf) sind schon eine Weile vorbei. Ministerpräsident Michael Kretschmer regiert in einer Koalition mit der SPD. Kretschmer selbst ist erst vor gut eineinhalb Jahren zum Ministerpräsidenten gewählt worden, nachdem sein Vorgänger Stanislaw Tillich zurückgetreten war. Nun musste er sich im Wahlkampf vor allem der AfD erwehren, die in Sachsen auf Platz eins schielt und die CDU als stärkste Kraft ablösen möchte.

Der Blick nach Brandenburg

Auch in Brandenburg muss die seit der Wende dominierende Regierungspartei kämpfen. Hier ist es die SPD. Ministerpräsident Dietmar Woidke regiert in einer rot-roten Koalition, die um die Mehrheit bangen muss. Laut Umfragen liegen mit SPD, CDU, Grünen, Linke und AfD gleich fünf Parteien in einem Korridor etwa zwischen 15 und 20 Prozent. Auch hier macht sich die AfD Hoffnung, am Ende ganz vorne zu landen.

Folgen für Deutschland

Neben den Entwicklungen in Sachsen und Brandenburg selbst werden uns am Wahlabend die bundespolitischen Folgen beschäftigen. Seien es die möglichen Verluste der Berliner GroKo-Parteien CDU und SPD oder die zu erwartenden Zugewinne vor allem für AfD und Grüne.

Alle Fragen dazu besprechen wir mit unseren Korrespondenten und mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Dirk van den Boom im Studio. Außerdem gibt es natürlich immer die aktuellen Prognosen und Hochrechnungen.

Dirk van den Boom im Interview (Foto: SR)
Archivbild: Prof. Dirk van den Boom (Foto: SR Fernsehen)


Die Sendung "Voyages" entfällt an diesem Wahlsonntag.


Mehr zum Thema im Archiv:

Eine Woche vor den Landtagswahlen
"Hohe Anzahl unentschlossener Wähler"
Der Politikwissenschaftler Prof. Everhard Holtmann blickt angesichts der aktuellen Infratest-dimap-Umfrage skeptisch auf die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg am 1. September: Valide Vorhersagen über den Ausgang der Wahlen seien problematisch, weil die Wechselbereitschaft der Wähler ausgeprägter sei als früher. Das AfD-Potenzial sieht er bei den aktuell gut 20 Prozent auf dem Zenit.

Artikel mit anderen teilen