ARD radiofeature November 2019: Die Libanon Connection  (Foto: WDR)

Die Libanon Connection

Ein Feature über Geldwäschenetzwerke, Drogenkartelle und Terroristen

Von Volkmar Kabisch, Jan Strozyk und Benedikt Strunz  

Sendung: Samstag 23.11.2019 17.04 bis 18.00 Uhr

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Der internationale Kokainhandel boomt und Kriminelle bewegen Milliardengewinne aus Drogengeschäften rund um den Globus, damit südamerikanische Kokainkartelle an das Geld kommen, das sie vor allem in Europa und in den USA verdienen. Doch Geldwäsche ist für kriminelle Banden zunehmend, ein Problem, weil Banktransfers immer stärker überwacht werden.

Längst haben sich globale Netzwerke herausgebildet, die sich Kokainbaronen andienen und dabei helfen, viele Millionen in kürzester Zeit um die ganze Welt zu schleusen - ohne dass Geheimdienste und Sicherheitsbehörden davon etwas mitbekommen. Seit Jahren warnen US- Amerikanische Drogenfahnder davor, dass derartige Geldwäschenetzwerke zunehmend vom Libanon aus gesteuert werden. Und zwar im Auftrag und unter Leitung der Hisbollah, so die Vermutung. Die habe im Drogenhandel eine willkommene Einnahmequelle gefunden, um ihre Kämpfe gegen Israel und in Syrien zu finanzieren.

Die Akten des von französischen Ermittlern enttarnten „Cedar“-Netzwerks, das in ganz Europa Kokaingeld gewaschen hat, zeigen, dass auch Deutschland im Fokus libanesischer Geldwäschenetzwerke steht. Das Feature ist eine Spurensuche, auf der die Autoren dem „Cedar“-Netzwerk und ähnlichen Geldwäsche-Organisationen nachspüren. Ihre Recherche führt sie nach Frankreich, in die Niederlande, nach Benin, Israel und in den Libanon. Im Gespräch mit Drogenfahndern, Geldwäschern und windigen Autohändlern versuchen sie zu verstehen, wie aus Kokaingeld augenscheinlich sauberes Geld wird. Welche Rolle Deutschland in diesem schmutzigen Geschäft spielt. Und ob die Hisbollah tatsächlich hinter diesen kriminellen Machenschaften steckt und von ihnen profitiert.

Die Autoren

Volkmar Kabisch als Autor zunächst bei „Panorama“ und „Panorama 3“ und dann für das Ressort Investigation des Norddeutschen Rundfunks. Zu seinen Themenschwerpunkten zählen islamistische Terrororganisationen, politischer Extremismus und Recherchen zur Organisierten Kriminalität.

Jan Lukas Strozyk ist seit 2013 als Autor und Rechercheur für das Ressort Investigation des Norddeutschen Rundfunks tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf Wirtschaftskriminalität und Datenjournalismus. Er ist Mitglied im „International Consortium of Investigative Journalists“ (ICIJ) und hat für seine Arbeit an den Panama Papers den Deutschen Fernsehpreis gewonnen.

Benedikt Strunz arbeitet seit 2012 für den NDR Info Reporterpool und für das Ressort Investigation des Norddeutschen Rundfunks. Er recherchiert hauptsächlich zu den Themenfeldern Wirtschaftskriminalität und Organisierte Kriminalität. Für seine Recherchen zu den Panama Papers und den Paradise Papers wurde er zweimal mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet.


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"das ARD radiofeature“ greift Themen auf, die unsere Gesellschaft prägen, bedrohen oder verändern. Offensichtliches wird hinterfragt. Es geht um spannende Fälle, um überraschende Einsichten und um Gedankenflüge, die in unserer Lebenswirklichkeit andocken.

Die Autoren finden ihre Themen vor der Haustür, in der Provinz und in der Großstadt, in der Gegenwart und in der Zukunft. Ihre Recherche führt sie an versteckte Schauplätze, zu den Hauptfiguren der Features: hilflose Kommunalmanager, einflussreiche Investoren, frustrierte Polizei-Ermittler, raffgierige Finanzanalysten, Billigfliegertycoons und verzweifelte Widerstandskämpfer.


Redaktion:

Verantwortliche Redakteure: Michael ThieserKatrin Aue

Kontakt: feature@sr.de

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