Kinder laufen durch den Flur einer Grundschule an einer Lehrerin mit FFP2-Maske vorbei (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Soeren Stache)

Frühere Impfungen für Grundschul- und Kita-Personal

  24.02.2021 | 07:19 Uhr

Grund- und Förderschullehrkräfte sowie Kita-Personal sollen früher geimpft werden als bisher geplant. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. Bundesgesundheitsminister Spahn hat die Verordnung über die Impfpriorität entsprechend geändert.

Impfungen für Lehrer: Wie ist das geplant?
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 24.02.2021, Länge: 03:05 Min.]
Impfungen für Lehrer: Wie ist das geplant?

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) verständigte sich am Montag mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) darauf, Erzieherinnen und Erzieher sowie Beschäftigte an Grund- und Förderschulen in die Priorisierungsgruppe 2 aufzunehmen, wie der bayerische Gesundheitsminister und GMK-Vorsitzende Klaus Holetschek (CSU) in München mitteilte. Diese Berufsgruppen sollten ein Impfangebot erhalten, soweit der nötige Impfstoff in den Ländern vorhanden sei. Sie waren bislang in der Priorisierungsgruppe 3 eingestuft.

Wechselunterricht in saarländischen Grund- und Förderschulen gestart
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 22.02.2021, Länge: 02:42 Min.]
Wechselunterricht in saarländischen Grund- und Förderschulen gestart

Umsetzung im Schnellverfahren

Impfung: Kommen die Lehrer jetzt schneller dran?
Audio [SR 1, (c) SR 1, Christian Balser, Jessica Ziegler, Barbara Kostolnik, 23.02.2021, Länge: 02:13 Min.]
Impfung: Kommen die Lehrer jetzt schneller dran?

Die Bundesländer sprachen sich den Angaben zufolge ohne Gegenstimme für die neue Regelung aus. Bundesgesundheitsminister Spahn hat die Verordnung über die Impfpriorität entsprechend geändert. Ziel sei es weiterhin, so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu impfen. Berufsgruppen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko müssten geschützt werden.

Mitarbeiterinnen müssen geschützt werden

In Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen sowie in Schulen komme es zu zahlreichen Kontakten von Menschen aus unterschiedlichen Haushalten, betonte er weiter: "Für Krippen- und Kita-Kinder sowie Grund- und Förderschüler ist es eine besondere Herausforderung, die notwendigen Hygieneregeln wie Abstand halten und Maske tragen vorschriftsmäßig einzuhalten. Deswegen müssen wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich besonders schützen."

SLLV begrüßt Entscheidung

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) begrüßt die Entscheidung. „In den vergangenen Wochen haben wir dies immer wieder beharrlich gefordert und auf die Dringlichkeit dieser Maßnahme hingewiesen. Endlich hat auch die Politik erkannt, dass weitere Öffnungen im Bildungsbereich nur einhergehen können, wenn Lehrerinnen und Lehrer umfassend geschützt sind- und das geht nur durch eine Impfung", sagte die SLLV-Vorsitzende Lisa Brausch.

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält die Entscheidung für sinnvoll. Allerdings dürfe nicht nach Schulformen unterschieden werden, teilte die GEW mit. Stattdessen müssten alle Beschäftigten in allen Bildungseinrichtungen berücksichtigt werden. "Es darf kein weiteres Impf-Gerangel geben. Im Wechselmodell, in der Notbetreuung oder als Vertretung kann eine Infektion nahezu alle Beschäftigten treffen, die in Präsenz in den Schulen arbeiten. Auch an weiterführenden Schulen!“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Birgit Jenni.

Mit der neuen Corona-Verordnung ist seit Montag der Aufruf an die Eltern von Kitakindern entfallen, ihre Kinder möglichst zuhause zu betreuen. Außerdem starteten die Grundschulen mit Wechselunterricht. Am 8. März starten außerdem die weiterführenden Schulen im Saarland in den Wechselunterricht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.02.2021 berichtet.

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