Nachhilfe  (Foto: dpa)

"Bildung gegen Armut" soll Angebote bündeln

Carolin Dylla   06.12.2018 | 07:08 Uhr

Im Saarland soll ab dem kommenden Jahr das Projekt „Bildung gegen Armut“ starten. Dabei sollen sich Organisationen, Vereine und Sozialträger gezielt um Schulen herum vernetzen, um Kinder und Jugendliche aus sozial schwierigen Verhältnissen zu begleiten. Das Projekt soll zunächst an drei Schulen in Neunkirchen Unterstadt starten.

Die Idee ist simpel und auf den ersten Blick nicht neu: Im Projekt „Bildung gegen Armut“ sollen sich die Träger von pädagogischen, kulturellen und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche im Projektraum Neunkirchen Unterstadt besser vernetzen. Neu sei allerdings, dass die Angebote bei der Grundbildung anfangen und bis in den familiären Bereich – also in die Elternarbeit in sozial schwierigen Stadtteilen – hineinreichen sollen, sagt der stellvertretende Fraktionschef der SPD im saarländischen Landtag, Eugen Roth. Eine solche koordinierte Bündelung einzelner Angebote wäre Roth zufolge im Saarland einzigartig. Der SPD-Politiker ist Mitinitiator des Projekts, das auf eine Idee des „Saarland Sozialgipfels“ und insbesondere der Landeselterninitiative für Bildung zurückgeht.

Netzwerke sollen sich dauerhaft etablieren

Deren Sprecher Bernhard Strube sagte dem SR, die bestehenden Angebote im Bereich der Projektschulen sollten nun gebündelt und speziell auf die Bedürfnisse der Kinder in den Schulen zugeschnitten werden. Zudem sei das Projekt „kein Strohfeuer“, so Strube – die entstehenden Netzwerke sollen sich dauerhaft etablieren. Der Erfolg hänge allerdings davon ab, welche Sozialträger sich letztlich beteiligen.

Die Stadt und der Landkreis Neunkirchen unterstützen das Projekt. Auch im Doppelhaushalt 2019/2020 des Landes sind dafür insgesamt 100.000 Euro vorgesehen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 06.12.2018 berichtet.

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