Passanten mit Einkaufstüten in der Fußgängerzone (Foto: dpa/Markus Scholz)

Viele Besucher beim Feiertags-Shopping in Homburg

Simin Sadeghi / Onlinefassung: Thomas Braun und Axel Wagner   15.08.2019 | 21:02 Uhr

Der erste verkaufsoffene Feiertag an Mariä Himmelfahrt in Homburg war nach Ansicht der Homburger Stadtverwaltung und des Gewerbevereins ein Erfolg. Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff teilte dem SR mit, die Stadt sei gut besucht gewesen.

Video [aktueller bericht, 16.08.2019, ab 10:26 Min.]
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Auch das Angebot für Kinder auf dem Christian-Weber-Platz sei gut angenommen worden, so Kruthoff, das Wetter habe gepasst. Geschäftsleute hätten neue Kunden von außerhalb begrüßen können. Auch der Homburger Gewerbeverein zeigte sich zufrieden. Die Vorsitzende Annette Germann sagte, es seien deutlich mehr Besucher in die Stadt gekommen als an einem verkaufsoffenen Sonntag.

Viele Kunden aus dem Umland hätten bei ihrem Bummel durch die Stadt die Geschäfte Homburgs entdeckt. Der Verein will sich nun dafür einsetzen, dass die Aktion an Mariä Himmelfahrt im nächsten Jahr wiederholt wird.

Video [aktueller bericht, 14.08.2019, Länge: 3:37 Min.]
Trotz Feiertag bleiben Läden in Homburg offen

Verkaufsoffener Feiertag in Homburg
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 14.08.2019, Länge: 03:11 Min.]
Verkaufsoffener Feiertag in Homburg

Der verkaufsoffene Feiertag an Mariä Himmelfahrt, an dem sich rund 50 Geschäfte beteiligt hatten und zu dem auch weitere Attraktionen wie Food Trucks und eine Riesenhüpfburg gehörten, war eine Premiere im Saarland. Die Idee hatten Homburger Gewerbetreibende. Sie haben einfach einen der vier verkaufsoffenen Sonntage gegen den Feiertag getauscht. Dass das überhaupt möglich ist, liegt an einer Gesetzeslücke im Ladenöffnungsgesetz. Nach Angaben des Gewerbevereins wolle man damit Saarländern, die an Mariä Himmelfahrt zum Beispiel zum Einkaufen ins benachbarte Zweibrücken fahren, eine Alternative bieten. Mariä Himmelfahrt ist nur im Saarland flächendeckend ein Feiertag.

Kritik von Bistum und Gewerkschaft

Das Bistum Speyer hatte die Verkaufsaktion im Vorfeld kritisiert. Der Sinn eines Feiertages bestünde eben nicht darin, den Konsum zu steigern. Auch die Gewerkschaft Verdi äußerte sich kritisch. Es werde keine Rücksicht auf die Beschäftigten und deren Familien genommen. Man befürchte, dass im kommenden Jahr andere Städte im Saarland nachziehen könnten. Verdi forderte die Landesregierung auf, die Gesetzeslücke zu schließen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 14.08.2019 berichtet.