Corona Selbsttest (Foto: pixabay)

Wissenswertes zum Corona-Selbsttest

Jessica Ziegler, Christian Balser; Onlinefassung: Laszlo Mura   08.03.2021 | 08:22 Uhr

Seit Samstag gibt es die ersten Corona-Selbsttests in verschiedenen Discountern zu kaufen. Fünf Stück zum Preis von 25 Euro - die erste Ladung war schnell vergriffen. Aber was gibt es beim Selbsttest zu beachten? Christian Balser und Jessica Ziegler haben es live ausprobiert. Dr. Florian Schumacher aus Saarbrücken hat ihnen dabei über die Schulter geschaut.

In erster Linie seien die Selbsttest zur Orientierung gut geeignet, erklärt Dr. Florian Schumacher. Wenn man zum Beispiel von Erkältungssymptomen betroffen sei, dann könne so ein Test hilfreich sein. "Was man auf keinen Fall machen sollte ist, dass man das als Rechtfertigung sieht, die Schutzmaßnahmen zu unterwandern."

Wie funktioniert es?

Zum Inhalt der Selbsttests gehören ein flexibles, ziemlich langes Wattestäbchen, ein kleines Plastikfläschchen mit einer Flüssigkeit und eine Testkassette mit einem Teststreifen drauf.

Selbstversuch: Wie funktioniert der Corona-Selbsttest?
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Selbstversuch: Wie funktioniert der Corona-Selbsttest?

Das Wattestäbchen muss zunächst in einem Nasenloch halb tief an der Nasenschleimhaut gerieben werden. Anschließend kommt der weitaus unangenehmere Teil. Dann muss das Stäbchen nämlich im anderen Nasenloch gerade eingeführt und an der vorderen Nasenwand vorbeibewegt werden, bis es mehrere Zentimeter weit drin ist. An der hinteren Wand muss es dann relativ intensiv gerieben werden. Die kleinen Borsten am Wattestäbchen nehmen dann einen kleinen Teil der Nasenschleimhaut und etwas Gewebe auf, "wo die Coronaviren draufsitzen", erklärt Schumacher.

Damit ist glücklicherweise der unangenehme Teil erledigt. Jetzt muss der Kopf des Wattestäbchens in das Fläschchen mit der sogenannten Puffer-Flüssigkeit getaucht werden und fünf mal kräftig gedreht werden. Die Viren sollen so von der Flüssigkeit aufgenommen wird, deswegen muss das Watteköpchen auch kräftig ausgequetscht werden, bevor das Fläschchen mit dem Deckel verschlossen wird.

Anschließend müssen drei Tropfen der Flüssigkeit auf den Test geträufelt werden. Die Anzahl der Tropfen sei allerdings testspezifisch, so Schumacher. Nach 15 Minuten gibt es dann ein Ergebnis. Bei einem Strich in Nähe des Kontrollfelds "C", ist der Test negativ, bei zwei Streifen muss sofort gehandelt werden. Auch nur eine ganz zarter zweiter Streifen auf "T" spricht für eine Infektion.

Was tun, wenn der Test positiv ist?

Bei einem positiven Testergebnis sollte man sich sofort in häusliche Quarantäne begeben, mahnt Schumacher. Außerdem muss das Gesundheitsamt informiert werden.

Hotline zu den Themen Impfen und Corona im Saarland:
Email:
 corona@saarland.de
Telefon: +49 681 501-4422

Danach sollte man sich selbst und das gesamte Umfeld, mit dem man in Kontakt war, mittels PCR-Test testen lassen.

Was gibt es sonst zu beachten?

Man sollte sich die Hände waschen, um keine Coronaviren von draußen mitzunehmen. Man sollte alleine in einem Raum sein. "Nicht, dass jemand nebendran steht, auf den Test hustet und der ist dann positiv", so Schumacher. Die größten Fehler werden allerdings bei der Durchführung des Tests selbst gemacht.

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Ein Thema in der Sendung "Dein Morgen" am 08.03.2021 aus SR 1 Europawelle.

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