Lotte mit Daniel Simarro im SR 1-Studio (Foto: SR 1 / Marko Völke)

Lotte

  23.10.2019 | 14:00 Uhr

Mit ihrem Ohrwurm 'Auf das, was noch kommt' im Duett mit Max Giesinger hat Lotte ja schon gut vorgelegt. Der Hit macht Lust auf mehr. Jetzt ist es soweit: Das zweite Album der Musikerin ist da. Bei ihrem Besuch im SR 1-Studio plauderte sie über ihr "Glück".

Lotte im SR 1-Interview
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Lotte im SR 1-Interview

In den Songs von Lottes zweites Album 'Glück' wird schnell deutlich: Die Musikerin hat sich verändert - nicht nur äußerlich. Die Texte gehen weg von der 'verkopften' Liedermacher-Melancholie, wie sie es nennt, hin zu einer optimistischeren, dem Leben zugewandten Denkweise. Sie klingt viel frischer und moderner. Organische Instrumente werden von elektronischen Gerätschaften begleitet, die Akustikgitarre trifft auf tanzbare Beats.

Für Lotte steht fest: „Glück ist ein riesiges Wort - und ich glaube, ich werde es niemals ganz erreichen. Ich glaube, das ist mir auch bei diesem Albumprozess aufgefallen. Mein Album sollte ‚Glück’ heißen - und da sind viele Geschichten drauf, wie ich danach suche – aber es gibt keine Geschichte darüber, wie ich dieses Glück erreiche.“

Lotte - Glück (Foto: Sony Music)

Nach ihrem Durchbruch mit ihrem Debüt-Album 'Querfeldein' im Sommer 2017 begann für die 24-Jährige eine turbulente Zeit. Sie spielte Tourneen und Festival-Auftritte, zog jede Menge Aufmerksamkeit auf sich, hatte inspirierende Begegnungen und Momente. Dennoch fing sie direkt wieder damit an, neue Songs zu schreiben und für alle ihre Erlebnisse, Geschichten und Veränderungen in ihrem Leben Worte, Sätze und schließlich Texte zu finden: „Ich habe wahnsinnig viel geschrieben und wieder verworfen, weil es so sehr nach dem ersten Album klang. Ich wollte kein zweites 'Querfeldein' machen“, erklärt sie.

Um sich von den äußeren Einflüssen freizumachen und sich ganz auf die Musik konzentrieren zu können, nahm sich Lotte die Zeit, um wieder zur Ruhe zu kommen. Davon erzählt der Titel 'Alles zieht vorbei'. Lotte: „Der Song beschreibt, wie es ist, wenn so viel passiert, dass man es gar nicht mehr greifen kann. Die Zeit rennt so schnell, alles zieht vorbei und ich habe das Gefühl, dass ich nichts davon aufhalten kann.“ Der Song wurde zum Startschuss für die Arbeit am neuen Album.

Lotte und Max Giesinger (Foto: Pressefoto)

Natürlich darf auf 'Glück' auch ihr gemeinsamer Hit 'Auf das, was noch kommt' mit Max Giesinger nicht fehlen. Der Titel ist nicht nur eine Hommage an ihre Freundschaft, sondern auch ein Loblied auf das Leben, die vielen Erlebnisse und Glücksmomente, die waren und noch kommen mögen.

Als sich Max und Lotte im Frühjahr 2016 kennenlernen, stehen sie beide noch am Anfang ihrer Karrieren. Die Ravensburgerin spielt ihre Lieder alleine mit ihrer Gitarre auf winzigen Konzerten. Und Max hat gerade erst seine Single '80 Millionen' veröffentlicht, als er sie durch einen Zufall auf einer kleinen Bühne in Mannheim sieht. Der musikalische Funke springt sofort über. Max denkt schon damals: "Ich muss mit der arbeiten".

Doch kurz nach ihren Treffen nehmen die Karrieren und damit auch die Leben der beiden rasant Geschwindigkeit auf: Max landet mit '80 Millionen' die Fußball-Hymne 2016 und tourt damit sowie seinen weiteren Erfolgen wie 'Wenn sie tanzt' zwei Jahre nonstop durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Und auch Lotte war nach der Veröffentlichung von 'Querfeldein' fast permanent unterwegs.

LOTTE (Foto: Dirk Guldner)

So vergingen für die zwei Chartstürmer die vergangenen Jahre buchstäblich wie im Steilflug. Als sich die Sängerin und Songschreiberin in der Schaffensphase ihres zweiten Albums 'Glück' befand, war es höchste Zeit, die gewachsene Freundschaft und die geteilte Vorfreude auf alle die Erlebnisse, die noch kommen werden, in einen gemeinsamen Song zu packen.

Die SR 1-Hörer konnten Lotte ja schon mehrfach live in der Region erleben. So stand sie unter anderem bereits beim Saarbrücker Altstadtfest 2018 auf der SR 1-Bühne und war 2017 beim 'Halberg Open Air' dabei. 2020 macht sie nun wieder auf ihrer aktuellen Tour Station in der Region. Am 14. Februar kommt sie in die Batschkapp nach Frankfurt und am 15. Februar ins Tollhaus nach Karlsruhe.

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