Dominik Rivinius (Foto: SR 1)

Saar-Musiker unterstützt Star-Rapper Eminem

Marko Völke   12.01.2021 | 14:01 Uhr

Dominik Rivinius aus St. Wendel hat an einem neuen Song des US-Rappers Eminem mitgearbeitet. Das große Ziel des 30-jährigen Produzenten ist die Musik-Metropole Los Angeles.

Von St. Wendel ins internationale Musikbusiness

Als Dominik Rivinius eines Morgens aufwachte und eine WhatsApp von seinem renommierten Produzenten-Kollegen Ken Lewis auf seinem Smartphone sah, fühlte er sich zunächst „veräppelt“. Denn dieser habe ihn gefragt, ob er nicht Lust habe, für Eminem zu arbeiten, blickt der saarländische Musiker zurück. Doch die Anfrage war tatsächlich ernst gemeint. Für Rivinius ging damit ein Traum in Erfüllung, denn er war schon immer ein großer Eminem-Fan.

Dominik Rivinius im SR 1-Interview
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Dominik Rivinius im SR 1-Interview

In nur drei Tagen wollte das Management des US-Star-Rappers einen fertigen Song des Produzenten-Teams auf seinem Tisch liegen haben. Rivinius, der in St. Wendel aufgewachsen ist und derzeit in Pirmasens wohnt, bastelte Tag und Nacht in seinem Homestudio an dem Orchesterpart für den Titel „Alfred’s Theme“, seine Kollegen arbeiteten derweil in New York daran.

Nach der Abgabe des fertigen Songs hörte er dann lange nichts. Und hatte absolut keine Ahnung, ob das Lied überhaupt auf dem Album ist oder in der Schublade verschwindet, erinnert er sich.

Cover - Eminem - Music To Be Murdered By - Side B (Foto: Musikverlag)

Umso größer war seine Freude, als Eminem am 18. Dezember sein neues Album „Music to Be Murdered By – Side B” veröffentlicht hat und Rivinius quasi via Spotify erfahren hat, dass es sein Werk darauf geschafft hatte.  Für Rivinius übrigens nicht die erste Produktion für einen internationalen Star. So hat er bereits die Drums in dem von Mark Ronson („Uptown Funk“) gesungenen Abspannsong des Films „Spione Undercover“ mit Will Smith eingespielt. Und auch für die südkoreanische Boyband BTS mixte er an einem Albumtitel mit.

Mentor Ken Lewis

An diese heiß begehrten Aufträge kam der Saarländer durch Star-Produzent Ken Lewis, der für Chartgrößen wie Kayne West, Bruno Mars & Co. tätig ist. Bei einem Workshop in Berlin lernten die Beiden sich 2016 kennen. Die Chemie zwischen ihnen stimmte und es entwickelte sich über die Jahre eine immer enger werdende Zusammenarbeit. "Mittlerweile bin ich sein Assistent geworden,"erzählt Dominik Rivinius, und Lewis wurde sein Hauptmentor wie auch Produktionspartner.

Musikproduzent Dominik Rivinius (Foto: Pressefoto/Hadi Hajdarevic)

Vor seiner Produzenten-Karriere sammelte Dominik seit seiner Kindheit in der Region zahlreiche weitere Erfahrungen im Musikgeschäft: Im Alter von zehn Jahren begann er, Schlagzeug-Unterricht bei Peter Morsch, dem früheren Drummer von Nicole, zu nehmen. Mit seiner Band  „Casino Zero“ nahm er dann 2008 an Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ teil, vertrat das Saarland bei diesem „Grand-Prix der Bundesländer“.

Als Profi-Drummer hat er später in über 50 Bands quer durch alle Genres gespielt. Und auch bei Werbeproduktionen und Soundtracks sammelte er Erfahrungen. Zwei Kurzfilme, zu denen er Musik beigesteuert hat, liefen sogar in der ARD.

Seinen Erfolg mit Eminem sieht der Saarländer nun als große Chance, sich langfristig in der internationalen Musikwelt zu etablieren.

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Auch Thema auf SR 1 am 07.01.20121 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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