Chadi Yakoub mit Daniel Simarro im SR 1 Studio (Foto: SR 1 / Marko Völke)

Chadi Yakoub

  16.01.2020 | 16:00 Uhr

Zurzeit steht Chadi Yakoub am Saarländischen Staatstheater auf der Bühne. Nun ist der Saarbrücker möglicherweise ‚auf dem Sprung‘ zu einer erfolgreichen Kinokarriere. Heute startet in den Kinos 'Crescendo – Make Music Not War'. Darin übernimmt der Schauspieler eine Nebenrolle, für die er eigens Posaune lernen musste, wie er bei seinem Besuch im SR 1-Studio verraten hat.

Chadi Yakoub absolvierte eine Ausbildung als Musical-Darsteller an der Joop van den Ende Academy in Hamburg. Schon während seiner Studienzeit trat er in verschiedenen Musical-Produktionen auf. Im Anschluss wurde er für 'Der Medicus' beim 'Musical Sommer Fulda' engagiert. Zudem hatte er am Staatstheater Darmstadt, am Theater Trier sowie bei den 'Thunerseespielen' verschiedene Gastauftritte.

Am Saarländischen Staatstheater war er in dem Musical 'My Fair Lady' zu sehen. In der aktuellen Spielzeit steht er nun in der Operette 'Die lustige Witwe' auf der Bühne.

Aber auch in mehreren Filmen und TV-Produktionen wie dem SR-'Tatort' wirkte der 27-Jährige bereits mit. Nun hofft er darauf, mit dem Film 'Crescendo – Make Music Not War' seinen Durchbruch im Kino zu schaffen. Zu seiner Rolle kam er durch ein Casting.

Chadi Yakoub im SR 1 Interview
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Chadi Yakoub im SR 1 Interview

Der Film handelt von einem Gipfeltreffen zwischen Israel und Palästina in Südtirol. Dabei soll auch ein Jugendorchester auftreten, in dem junge Israelis und Palästinenser gemeinsam musizieren. Die Produktion gehe der Frage nach: "Kann man ein Ziel gemeinsam verfolgen, obwohl man verfeindet ist?", erklärt er. Mit dabei ist unter anderem Peter Simonischek, der bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat.

Chadi Yakoub übernimmt in den Film die Rolle eines Orchester-Musikers: Dafür musste er extra lernen, Posaune zu spielen. "Um das richtig rüberzubringen, musste ich ja natürlich wissen, wie das funktioniert", blickt er zurück. Ein Lehrer habe ihm deshalb ein Monat lang beigebracht, wie er das Instrument so spielt, als ob er es perfekt beherrschen würde.

Das Orchester in dem Film habe sich übrigens aus echten Musikern und Schauspielern zusammen gesetzt. Mit den Profis mithalten zu können, sei nicht einfach gewesen, blickt der Saarbrücker zurück. Doch es habe funktioniert. "Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht - trotz intensivem, hartem Arbeiten von morgens bis abends", resümiert er die Dreharbeiten. Für jede neue Rolle in eine andere Persönlichkeit zu schlüpfen sei für ihn auch eine Herausforderung, die er an seinem Beruf sehr mag.

Chadi Yakoub bei den Dreharbeiten  (Foto: Chadi Yakoub)

Auf dem Münchener Filmfest habe er den Film, der bereits vor eineinhalb Jahren gedreht wurde, kürzlich zum ersten Mal gesehen. "Das war wirklich ein verrücktes Gefühl", verrät der Saarländer. 'Crescendo – Make Music Not War' nun nach dem offiziellen Start in einem Saarbrücker Kino noch mal anzuschauen, in dem er früher selbst oft Filme gesehen habe, sei für ihn jedoch noch mal "ein ganz besonderes Gefühl".

Obwohl Chadi Yakoub bereits seit sieben Jahren in Hamburg lebt, komme er immer wieder gerne in seine Heimat zurück: "Einmal Saarländer, immer Saarländer", steht für ihn fest.

Auch das '41. Filmfestival Max Ophüls Preis' möchte er vor Ort in Saarbrücken mitverfolgen. Zumal dort auch der Film 'Weißes Herz' von Nicola Bläs zum ersten Mal gezeigt wird, in dem Chadi Yakoub die Hauptrolle übernommen hat. 2019 habe er sich bei dem Festival vorgenommen: "Nächstes Jahr möchte ich auch auf der Leinwand laufen."

Zumindest dieser Wunsch wurde für ihn bereits wahr. Nun hofft er, mit 'Crescendo – Make Music Not War' einen weiteren Grundstein zu einer erfolgreichen Kinokarriere legen zu können.

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