Ein analoger Wecker mit Zeiger zwischen 2 und 3 Uhr (Foto: Pixabay / PIRO4D)

Die Uhren wurden eine Stunde VORgestellt!

  29.03.2020 | 03:00 Uhr

Der Sommer lässt noch auf sich warten, aber die Sommerzeit ist schon da: In Deutschland wurden in der Nacht zum Sonntag die Uhren um eine Stunde VORgestellt. Das heißt, die Nacht war eine Stunde kürzer. Das heißt aber auch, dass es abends nun wieder länger hell bleibt!

Die Zeitumstellung wurde in Deutschland 1980 eingeführt, um das Sonnenlicht besser zu nutzen und so Energie einzusparen. Diese Überlegung war noch eine Nachwirkung aus der Zeit der Ölkrise 1973. Ein weiterer Grund war zudem die Anpassung an die Nachbarländer, die diese Regelung schon früher eingeführt hatten. Der erste Versuch eine Sommerzeit einzuführen wurde 1916 im Deutschen Kaiserreich gestartet. Doch 1919, zu Beginn der Weimarer Republik, wurde diese Regelung wieder rückgängig gemacht.

Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft?

Im Jahr 2021 soll Schluss sein mit der Zeitumstellung. Dafür hat das EU-Parlament am 26. März 2019 mit großer Mehrheit gestimmt. Allerdings konnten sich die EU-Mitgliedstaaten bislang noch nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Fehlende Absprachen aber könnten einen Flickenteppich verschiedener Zeitzonen innerhalb der EU ergeben. Das will niemand. Ohne Einigung könnte das ganze Vorhaben jedoch noch scheitern.

Dauerhafte Sommer- oder Winterzeit in Deutschland?

Auch die Bundesregierung hat sich noch nicht darauf festgelegt, ob sie bei einem Ende der Zeitumstellung für eine dauerhafte Winter- oder Sommerzeit ist, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt hatte. Entscheidend sei, dass es keine "Zeitinseln" innerhalb des EU-Binnenmarktes durch unterschiedliche Zeitzonen gebe.


Auch Thema auf SR 1 am 28.03.2020 in der Sendung 'Dein Samstag im Saarland'.

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