Zifferblatt einer Uhr (Foto: SR)

Beginn der Winterzeit

dpa   25.10.2019 | 05:00 Uhr

Am Wochenende werden die Uhren um eine Stunde ZURÜCKgestellt. Und die Zeitumstellung wird uns wohl noch länger begleiten.

Am Sonntag können wir eine Stunde länger schlafen! Denn in der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um eine Stunde ZURÜCKgestellt. Und die Zeitumstellung wird uns wohl noch länger begleiten.

Abschaffung der Zeitumstellung fraglich

Ursprünglich sollte alles ganz schnell gehen: Im vergangenen Jahr präsentierte die EU-Kommission ihre Pläne zur Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung. Schon 2019 sollten die EU-Staaten zum letzten Mal an der Uhr drehen müssen. Die Staaten sollten dann selbst wählen können, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wollen. Zunächst platzte der angepeilte Zeitplan, nun steht das gesamte Projekt in den Sternen.

Grundlage für den Vorstoß der EU-Kommission waren die Ergebnisse einer öffentlichen Befragung. 4,6 Millionen Menschen in der EU beteiligten sich, davon allein drei Millionen aus Deutschland. 84 Prozent der Befragten sprachen sich für die Abschaffung der Zeitumstellung aus. Allerdingsstellen die 4,6 Millionen Teilnehmer weniger als 1 Prozent der EU-Bevölkerung dar.

Auch das Europaparlament hat sich mit deutlicher Mehrheit für eine Abschaffung der Umstellung im Jahr 2021 ausgesprochen. Dafür bräuchte es aber auch eine Mehrheit unter den EU-Staaten. Es gebe aber kaum Bewegung, hieß es aus EU-Diplomatenkreisen in Brüssel.

Die nächste offizielle Gelegenheit für die EU-Staaten, das Thema abzuschließen, bietet sich beim Treffen der zuständigen Verkehrsminister im Dezember. Unklar ist allerdings auch, wie die neue EU-Kommission von Ursula von der Leyen sich zu dem Thema verhalten wird. Theoretisch könnte die Behörde den bestehenden Vorschlag weiterverfolgen, ändern, oder sogar zurückziehen.

Dauerhafte Sommer- oder Winterzeit in Deutschland?

Die Bundesregierung hat sich noch nicht darauf festgelegt, ob sie bei einem Ende der Zeitumstellung für eine dauerhafte Winter- oder Sommerzeit ist, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt hatte. Entscheidend sei, dass es keine "Zeitinseln" innerhalb des EU-Binnenmarktes durch unterschiedliche Zeitzonen gebe.

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