Ein Auto im Schnee (Foto: dpa)

Wie mache ich mein Auto fit für den Winter?

  02.11.2018 | 00:00 Uhr

Die ersten Schneeflocken sind bereits gefallen und die ersten Glätteunfälle schon passiert. Winterreifen sind dabei natürlich das A und O. Doch das eigene Auto winterfest zu machen, bedeutet mehr als nur Winterreifen aufziehen lassen.

Zahlreiche Werkstätten bieten derzeit den großen Wintercheck für Autos an. Das kann sinnvoll sein, aber einige Checks lassen sich auch ganz einfach zuhause selbst erledigen. Die wichtigsten Punkte dabei sind:

  • Lichttest: Dazu müsst Ihr einfach nur das Licht einschalten, einmal um Euer Auto gehen und prüfen, ob alle Birnen brennen.

  • Scheibenwaschanlage auffüllen: Dabei am besten gleich noch die Scheibenwischer kontrollieren. Was viele nicht wissen: Scheibenklar sollte man nicht mischen, außer es ist von der gleichen Firma. Mischungen können flocken, das verstopft die Leitungen und das wird am Ende viel teurer, als beim Kauf direkt auf die Marke zu achten oder erst nachzufüllen, wenn das Scheibenwischwasser leer ist.

  • Kühlerfrostschutz: Für etwa zehn Euro bekommt man ein Messgerät, um zu prüfen, bis wie viel Grad die Kühlflüssigkeit tauglich ist. Bei uns sollte das etwa - 30 Grad sein. Beim Auffüllen natürlich nicht mit dem Scheibenklar verwechseln.

  • Autobatterie: Zu einem ausführlichen Wintercheck gehört auch die Autobatterie. Laut ADAC ist eine defekte Batterie die häufigste Ursache für Pannen. Gerade in den Wintermonaten wird sie noch zusätzlich durch die Kälte beansprucht. Da fällt eine alte Batterie schon mal aus. Daher am besten noch vor dem Winter überprüfen und, wenn nötig, austauschen lassen.

Mindestprofiltiefe mit einem zwei Eurostück bei einem Winterreifen testen (Foto: dpa - Bildfunk)

  • Reifen: Die Profiltiefe lässt sich ganz einfach mit einer Zwei-Euromünze kontrollieren. Einfach in die Vertiefung des Reifens stecken, ist der silberne Rand nicht mehr zu sehen, ist noch genügend Profil auf dem Reifen. 1,6 Millimeter sind bei Reifen gesetzlich vorgeschrieben. Bei Winterreifen werden jedoch vier Millimeter Mindestprofiltiefe empfohlen, um die Wintereigenschaften zu gewährleisten.

Kampf gegen den Frost

Jeder Autofahrer kennt das Problem: Man kommt morgens aus dem Haus und das Auto ist zugefroren. Mit wenigen Handgriffen kann man eingefrorenen Scheiben und Türen an den Kragen gehen.

Frau kratzt Eis von einer Windschutzscheibe (Foto: dpa)

SR 1 Autoexperte Alexander M. Groß geht morgens mit einer frischen Wärmflasche zum Auto. Diese legt er dann hinter das Armaturenbrett. Nach dem Frühstück ist dann die Scheibe ohne Eiskratzer oder Scheibenenteiser aufgetaut. Wer morgens kurz vor knapp ans Auto kommt, sollte, um böse Überraschungen zu vermeiden, Eiskratzer und Türschlossenteiser zum Autoschlüssel legen. Im Handschuhfach nützen die beiden Helfer nicht viel, wenn die Tür zu ist. Es reicht auch nicht, sich schnell ein Guckloch freizukratzen. Wer mit eingeschränkter Sicht losfährt, dem droht ein Bußgeld.

Ein häufiges Problem in der kalten Jahreszeit ist Feuchtigkeit im Auto. Um sie wieder loszuwerden, hat unser SR 1 Autoexperte folgende Tipps:

  • Klimaanlage einschalten: Sie wärmt nicht nur, sondern zieht auch die Feuchtigkeit aus dem Auto
  • Schale mit Holzkohle über Nacht ins Auto stellen
  • Luftentfeuchter selbst gemacht: Einfach etwas frisches Katzenstreu in eine Socke geben und eine zweite Socke darüber stülpen.

Die Kälte ist jedoch nicht nur problematisch für Scheiben und Schlösser. Auch die Türgummis werden von ihr angegriffen. Sie können porös werden. Dagegen hilft ein Fettstift für drei bis vier Euro oder aber auch ein Lippenpflegestift.

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So wird das Auto fit für den Winter
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So wird das Auto fit für den Winter
SR 1-Autoexperte Alexander M. Groß im Gespräch mit "Balser & Mark".


Über dieses Thema wurde auf SR 1 in der Sendung "Balser & Mark. Dein Morgen" am 02.11.2018 berichtet.

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