Eine Krankenschwester kümmert sich um den Patienten. Eine Angehörige hält ihm die Hand. (Foto: picture alliance/Patrick Seeger/dpa)

Winterberg-Klinik Saarbrücken sucht freiwillige Helfer

mit Informationen von Steffi Balle   04.11.2020 | 16:14 Uhr

In der ersten Corona-Welle haben sie sich bewährt, jetzt sucht die Winterberg-Klinik Saarbrücken wieder nach ihnen: Freiwillige Helfer zur Unterstützung des Pflegepersonals. Wer genau gesucht wird und was die Helferinnen erwartet, hat SR-Reporterin Steffani Balle nachgefragt.

Pflegedirektor Hagen Kern sagt deutlich, was die Winterberg-Helfer erwartet: "Sie müssen sich darauf einstellen, dass sie in einem Krankenhaus sind. Sie haben es mit Patienten und dem Coronavirus zu tun." Das ist nichts für Leute, die Scheu vor Berührung fremder Menschen haben, denn die Helfer werden zum Beispiel auch für die Hilfe beim Toilettengang eingesetzt. Das erfordert schon einiges an pflegerischer Vorbildung und auch an Courage.

Die hatte auch Christine Danzer im März. Die 31-Jährige arbeitet in Teilzeit bei der Europäischen Schule für Materialforschung an der Saar-Uni und ist gelernte Pflegefachkraft: "Ich habe noch Kapazitäten und würde gerne meine erlernten Tätigkeiten in der Coronakrise einbringen."

Christine Danzer erzählt von ihren Erfahrungen im Klinikum.
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Christine Danzer erzählt von ihren Erfahrungen im Klinikum.

Aus der anfänglichen Aushilfstätigkeit wurden dann fünf Monate Vollzeiteinsatz auf dem Winterberg. Bezahlt, versteht sich. Und das gilt auch für alle anderen Helfer, egal, ob die nun ein bis zwei Tage die Woche, mehrere Wochen oder Monate aushelfen kommen, betont der Pflegedirektor. Durch ihre Vorbildung konnte Christine im Herzstück der Versorgung eingesetzt werden: Auf der Intensivstation und im Aufwachraum. Aber das werde nicht von jedem der Freiwilligen erwartet, betont der Pflegedirektor. Vielmehr gehe es zum Beispiel um Botengänge. Das ist dann etwas für engagierte Freiwillige ohne große pflegerische Vorbildung.

Die festangestellten Pflegekräfte jedenfalls freuen sich über die Unterstützung, hat Christine Danzer erlebt: "Die waren sehr dankbar." Und wenn jetzt wieder Aushilfen auf dem Winterberg gebraucht werden, dann will Christine noch einmal mit ihrem Chef sprechen: Vielleicht sind ja wieder ein paar Wochen Winterberghelferin drin bei ihr.

Weitere Informationen

Über dieses Thema wurde auch in SR 1 'Dein Vormittag im Saarland' am 04.11.2020 berichtet.

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