Weihnachtsgeschenke (Foto: dpa)

Wenn das Geschenk nicht gefällt - was tun?

  23.12.2019 | 00:00 Uhr

Heiligabend, Bescherung, die Geschenke werden ausgepackt, der Schenkende schaut einen ganz erwartungsvoll an - und dann: hat er total daneben gegriffen! Wie verhält man sich in dieser unangenehmen Situation richtig?

Dankbar sein

Wenn das Geschenk nicht gefällt - was tun?
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Wenn das Geschenk nicht gefällt - was tun?

Auch wenn's schwer fällt: die Gesichtszüge unter Kontrolle halten! Nicht traurig, enttäuscht oder entsetzt schauen, wenn die Geschenkauswahl in die Hose gegangen ist, rät Linda Kaiser von der Deutschen-Knigge-Gesellschaft. Stattdessen sollte man sich auf die gute Absicht des Schenkenden konzentrieren und verinnerlichen, dass derjenige eine Freude bereiten wollte. Also: Statt mieser Stimmung lieber zufrieden und dankbar sein, dass man überhaupt ein Geschenk bekommen hat - das sollte jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Kleidergeschenke

Bei misslungenen Kleidergeschenken hat man es in der Regel einfacher: Der Schenkende geht meist davon aus, dass die Größe nicht stimmen könnte und behält dementsprechend die Rechnung. So lässt sich bei einem Fehlkauf absprechen, ob man das Kleidungsstück umtauschen, zurückgeben oder neu kaufen kann. Aber: Dazu später das Gespräch unter vier Augen suchen - nicht direkt neben Familie und Weihnachtsbaum.

Eine ganz schlechte Idee wäre, das Kleidungsstück extra dann zu tragen, wenn man den Schenkenden sieht; so fühlt man sich nur unwohl. Dann lieber ehrlich sein: Bestätigen, dass der Pullover, die Jacke oder das Shirt zwar wirklich toll gemacht ist, aber leider absolut nicht zum eigenen Stil passt. So kann das Gegenüber den Geschmack beim nächsten Mal besser einschätzen.

Weiterschenken: ja oder nein?

Unbrauchbare Artikel weitergeben klingt erst mal plausibel - Stichwort: Nachhaltigkeit. Allerdings sollte man das nur dann wirklich durchziehen, wenn man sich vorher mit der Person abgesprochen hat, von der man das Geschenk ursprünglich bekommen hat. Ansonsten kann es zu Verwirrung oder unangenehmen Fragen kommen: "Du, ich hab dir doch mal diese Tischdeko geschenkt... Wo ist die eigentlich?"

Problem umgehen: Wunschzettel schreiben

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte einen Wunschzettel schreiben, an denen sich die Liebsten orientieren können. Auch eine gemeinsame Liste für die Familie, in die jeder etwas eintragen und sich beteiligen kann, ist ein guter Tipp. Am besten auch schon im Laufe des Jahres überlegen, was man bräuchte oder gerne hätte.

Auf den letzten Drücker: ein Geschenkkorb

Einige der fertigen Geschenkkörbe aus dem Handel - beispielsweise mit Pflegeprodukten - könnten als Anspielung gedeutet werden. Wenn ansonsten aber nichts mehr in Frage kommt, sollte man grundsätzlich darauf achten, dass sich die Artikel im Korb verbrauchen lassen, so wie Lebensmittel oder Kosmetik.

Gutscheine

Eindeutiger Vorteil von Gutscheinen: Der Beschenkte kann sich sein Präsent selbst aussuchen. Schön verpackt - eventuell mit Schleife oder Pralinen dazu - kann man damit wenig falsch machen. Gutscheine eignen sich auch gut als Beteiligung an einem bestimmten Wunsch: Wer beim Schenken an ein gewisses Budget gebunden ist, kann durch einen Gutschein zumindest einen Teil beisteuern. Ist beispielsweise ein spezielles, teureres Parfum der Wunsch, eignet sich eine Gutscheinkarte aus einer Parfümerie.

Bei selbstgemachten Gutscheinen sollte man vorsichtig sein: Vor allem Zeit- oder 'Dienstleistungs'-Geschenke sollte man sich gründlich überlegen. Zudem ist es sinnvoll, das Datum, für das der Gutschein gilt, direkt zu vereinbaren. Sonst wird er doch irgendwann vergessen.


Auch Thema auf SR 1 am 23.12.2019 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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