Restaurant (Foto: pixabay/Taken)

Weniger Müll beim Essen-To-Go

  19.02.2021 | 20:16 Uhr

Die Gastronomie versucht, sich im Lockdown mit Abhol- und Lieferservice über Wasser zu halten. Das bringt aber mehr Müll mit sich durch die Warmhalteverpackungen. Einige Restaurant gehen deshalb inzwischen neue Wege.

Essen vom Lieblingsrestaurant - das kann man auch im Lockdown genießen. Allerdings mit einem unerwünschen Nebeneffekt: Das Essen wird meist in Styroporboxen verpackt oder in Plastikschälchen in der Papiertasche geliefert. Nach Aussagen eines Recycling-Unternehmens ist der Verpackungsmüll im Lockdown um fünf Prozent gestiegen. Es geht aber auch anders.

Ab 2023 sind Restaurants, Bistros und Cafés, die Essen außerhaus verkaufen, gesetzlich verpflichtet, ihre Produkte auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Aber warum so lange warten?

Weniger Müll beim Essen To Go
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Weniger Müll beim Essen To Go
Die Gastronomie geht neue Wege.

Mehrweg To Go mit Gläserpfandsytem

Das Restaurant Wern's Mühle in Fürth setzt jetzt schon auf Mehrweg: "Wir verwenden zu 90 Prozent Gläser, die im Pfandsystem wieder zu uns zurück laufen", sagt Inhaber Markus Keller. Die Idee dabei war, dass sich beim Transport die Temperatur nicht halten lässt. Deshalb wird ein Menü einfach in mehrere Gläser gefüllt. Dabei werden alle Gerichte so vorbereitet, dass man sie zuhause mit wenigen Schritten und in kurzer Zeit fertig zubereiten kann. Das muss auch gar nicht sofort sein. Es ist problemlos möglich, alle Teile auch noch ein paar Stunden stehen zu lassen, so Keller, " und wenn man dann so weit ist, kann man zuhause in aller Ruhe loslegen, und innerhalb von kurzer Zeit hat man ein schönes, frisches, heißes Essen auf dem Tisch."

Mehrweg To Go mit Mehrweggeschirr

Tina Bonaffini betreibt in Saarbrücken eine Pasta-Manufaktur. Sie hat sich einem bundesweiten System angeschlossen, das Mehrweggeschirr verleiht. "Da kann der Kunde sich kostenlos mit einer App registrieren und kann sich eine Mehrwegverpackungsbox reservieren. Das Essen wird dann warm dort reingemacht, und der Kunde hat 14 Tage Zeit, die Box abzugeben."

Der Clou: Man kann die Box bei allen Restaurants abgeben, die sich an diesem System beteiligen. "Deshalb ist es wichtig, dass ganz viele von meinen Kollegen da auch mitmachen, damit wir ein flächendeckenderes Netzwerk haben."


Auch Thema auf SR 1 am 17.02.2021 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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