Zwei Männer verpacken einen Tannenbaum (Foto: SR)

Tipps für den Weihnachtsbaum-Kauf

  08.12.2021 | 07:48 Uhr

Zur festlichen Stimmung an Weihnachten gehört die geschmückte Tanne einfach dazu. Worauf sollte man beim Kauf achten, um einen möglichst frischen Baum mit nach Hause zu nehmen? Oder wäre ein Plastikbaum eine Alternative? Was ist für die Umwelt am besten?

Frische Tannen erkennen und pflegen

Um eine möglichst frische Tanne zu erwischen, rät Gartenbaumeister Simon Schmitt aus Neuforweiler, darauf zu achten, dass die Nadeln noch ein saftiges, dunkles Grün haben. Außerdem sollten die Nadeln noch schön gerade sein. Wenn sie bereits gekrümmt sind, sei das ein Anzeichen dafür, dass der Baum bereits vor längerer Zeit geschlagen wurde. Ansonsten kann man noch auf die Schnittstelle achten: Je heller die Schnittstelle, desto frischer der Baum. Bei ganz frisch geschnittenen Bäumen kann man oft auch noch frisches Harz an der Schnittstelle sehen. Bei älteren Bäumen, die schon vor Wochen geschlagen wurden, ist sie dunkler. Dann ist die Gefahr größer, dass der Baum schneller zu nadeln beginnt.

Dieses Jahr bleibt der Baum grün!
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Dieses Jahr bleibt der Baum grün!
Augen auf beim Weihnachtsbaumkauf: Nicht selten wollen Händler nämlich Bäume loswerden, die schon vor längerer Zeit geschlagen worden sind. Wenn der Baum dann am Heiligen Abend schon Nadeln verliert oder die Zweige hängen lässt, ist das ärgerlich. Gartenexperte Simon Schmitt aus Neuforweiler weiß, wie der Baum grün bleibt, auch mit Lametta!

Der ausgesuchte Baum kommt zuhause am besten gleich in einen Ständer mit Wasser. Wenn er nicht ganz so frisch geschlagen wurde, kann man an der Schnittstelle auch noch mal eine dünne Scheibe abschneiden, dann nimmt der Baum das Wasser wieder besser auf.

Bis man den Weihnachtsbaum aufstellt, lagert man ihn am besten draußen an einem kühlen, wenn möglich windgeschützen Ort oder im Keller. Vor dem Schmücken sollte man dem Weihnachtsbaum dann noch einen Tag Zeit lassen, um seine Äste wieder schön auszubreiten.

In manchen Tipps heißt es, man sollte etwas Glycerin mit ins Wasser geben. Davon rät der Experte eher ab, weil der Baum dadurch schneller braun werden kann. Es hilft allerdings, die Nadeln regelmäßig ein wenig mit Wasser anzusprühen. Dann trocknet der Baum nicht so schnell aus. Er hält damit allerdings auch nicht unbedingt ein, zwei Wochen länger, so Schmitt, "aber ein paar Tage kann es schon ausmachen."

Überhaupt hat man schon ein paar Wochen Freude an seinem Weihnachtsbaum: Eine Nordmanntanne hält normalerweise etwa bis zu sechs Wochen, so Schmitt; in der geheizten Wohnungsluft sollte man aber eher von vier bis fünf Wochen ausgehen.

Ökobilanz von Plastikbäumen

Sie nadeln nicht und das Angebot wird immer größer und schöner: Plastikbäume sind mittlerweile zu einer gängigen Alternative geworden. Zwar kann man den Plastikbaum wiederverwenden und er muss nach Weihnachten nicht entsorgt werden, allerdings ist die Produktion von Plastiktannen extrem energieintensiv und deswegen nicht gerade umweltfreundlich. Ein solcher Baum lohnt sich insofern eigentlich erst, wenn man ihn etwa 20 Jahre lang benutzt.

Umweltfreundlichere Optionen

Wenn man daher einen „echten“ Baum aussucht, sollte man nicht einfach irgendeinen Baum kaufen: Es gibt zum Beispiel Tannen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen wachsen und geschlagen werden müssen, weil sie zu groß geworden sind. Um eine nachhaltige Tanne zu bekommen, kann man sich an das nächste Forstamt wenden. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Tanne dann nicht unbedingt perfekt, sondern auch ein bisschen krumm sein kann. Die Ökobilanz ist auch nur dann besser, wenn man zum Forstamt keine weite Strecke fahren muss.

Man kann den Weihnachtsbaum auch mit Wurzeln kaufen, sodass er nach Weihnachten wieder eingepflanzt und im nächsten Jahr wiederverwendet werden kann. Vorausgesetzt, dass der Baum auch so lange überlebt. Wenn er doch eingeht, dann hat sich der Aufwand nicht gelohnt.

Weihnachtsbäume selber schlagen

Der SaarForst Landesbetrieb bietet Weihnachtsbäume aus naturverträglichem Anbau an:

Überherrn: Am Freitag, den 17. Dezember 2021 von 10 bis ca. 17 Uhr an der Weihnachtsbaumkultur Abteilung 258, An der B 269 (66802 Creutzwald) zwischen Überherrn und Creutzwald. Es werden Blaufichten und Nordmanntannen angeboten. Man kann die Bäume selber schlagen! Ansprechpartner: Herr Matthias Krauser (0170/8138-324) und Herr Markus Huwig (0175/2200-881)

Saarbrücken-Rastpfuhl: Am Samstag, den 18. Dezember 2021 und am Sonntag, den 19. Dezember 2021 jeweils von 9 bis 17 Uhr an der Weihnachtsbaumkultur Gilbenkopf, 66115 Saarbrücken-Gilbenkopf, Waldeinfahrt "Zum Gilbenkopf". Blaufichten und Nordmanntannen können selbst geschlagen werden. Ansprechpartner: Herr Urban Backes (0170/8138-319)

Eppelborn-Habach und Illingen-Wustweiler: Die Gehöferschaft Eppelborn bietet am Freitag, den 17. Dezember 2021 und am Samstag, den 18. Dezember 2021 jeweils von 9 bis 17 Uhr Weihnachtsbäume an. Der Verkauf bereits geschlagener Bäume findet am Ende der Großwaldstraße in 66571 Eppelborn-Habach und in der Illingerstraße 57 in 66557 Illingen-Wustweiler statt. Es werden Nordmanntannen angeboten. Ansprechpartner: Herr Ingo Piechotta (0175/2200-829)


Auch Thema auf SR 1 am 08.12.2021 in der Sendung 'Dein Morgen im Saarland'.

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