Die richtige Ordnung im Kühlschrank

Die richtige Ordnung im Kühlschrank

  06.11.2019 | 00:00 Uhr

Im Kühlschrank bleiben unsere Lebensmittel lange frisch. Allerdings nur, wenn wir sie dort richtig lagern. Fleisch, Käse , Obst - was hat wo seinen Platz? Und was kann man dabei noch tun, um Geld zu sparen? Schon wenige Handgriffe können viel bewirken.

Die Ordnung macht den Unterschied: Lebensmittel richtig einsortieren

Die Temperatur innerhalb des Kühlschrankes ist nicht an allen Stellen gleich. Es gibt zwei Richtungen, die man hier beachten sollte: Die warme Luft steigt nach oben, also wird es von unten nach oben wärmer im Kühlschrank. Auch von hinten nach vorne in Richtung Tür wird es wärmer, da sich das Kühlaggregat ganz hinten an der Wand befindet. Welches Lebensmittel gehört demnach wohin?

  • Oberstes Fach: Dieses Fach eignet sich perfekt für Milchprodukte sowie zubereitete Speisen wie zum Beispiel Marmelade.
  • Mittleres Fach: Hier ist der richtige Platz für Wurstund Käse. Um ihre Aromastoffe nicht zu verlieren, sollten sie nämlich nicht zu kalt werden.
  • Unteres Fach: Direkt über der Abtrennung zum Gemüsefach sammelt sich die kälteste Luft, hier ist also die kälteste Zone. Dort kommt alles hin, was leicht verderblich ist, also vor allem Fleisch und Fisch.
  • Gemüsefach: Hierhin gehören Obst und Gemüse. Aber Vorsicht: Nicht in den Kühlschrank gehören Zitrusfrüchte, Avocados, Bananen, Kiwis und auch einige Gemüsesorten wie Zucchini oder Tomaten, weil sie keine Kälte vertragen.
  • Kühlschranktür: Hier ist der Kühlschrank am wärmsten. Hier finden Eier Platz und Butter, die dann besonders streichzart bleibt. Darunter kommen Soßen und Getränke – inklusive Milch als Ausnahme der Milchprodukte!

Was im Kühlschrank wohin gehört  (Foto: SR 1 / Esther Wagner)

Sparsamer Umgang mit Temperatur und Technik

Abgesehen von der Lagerung der Lebensmittel gibt es auch technische Kniffe, um Geld zu sparen. Vor allem der Stromverbrauch wird unterschätzt. Wie stellt man seinen Kühlschrank am besten ein?

  • Die richtige Temperatur: Die Grundtemperatur, die wir einstellen, gilt für das mittlere Fach. Sieben Grad sind dafür vollkommen ausreichend, um die Hygieneanforderungen zu erfüllen. Kühlschränke sind oftmals zu kalt eingestellt, was eine Menge Strom kostet. Da der Kühlschrank konstant läuft, macht sich selbst ein Temperaturunterschied von einem Grad deutlich bemerkbar. Wer sich nicht nur auf den Temperaturregler des Kühlschranks verlassen will, kann mit kleinen Flüssigthermometern aus dem Baumarkt auf Nummer sicher gehen, rät SR 1 Reporter und Umweltexperte Alexander Dallmus.
  • Volumen korrekt einschätzen: Als Faustregel für ein ausreichendes Kühlschrank-Volumen gilt: pro Person 50 Liter, und dazu noch einmal 50 Liter für den Haushalt. Das bedeutet: Leben in einem Haushalt vier Personen sind 250 Liter Volumen ausreichend. Für Singles genügt ein kleiner Kühlschrank vollkommen – ein schicker, amerikanischer „Doppel-Türer“ kann demgegenüber locker das Vierfache an Strom verbrauchen!
  • Kälte schützen: Um die Kälte im Kühlschrank zu halten, sollte der Kühlschrank immer so schnell wie möglich wieder geschlossen werden. Denn: Jedes bisschen warme Luft, das in den Kühlschrank strömt, muss wieder gekühlt werden, und verbraucht dadurch Strom. Tatsächlich gilt auch: Je voller der Kühlschrank, desto besser! So kann weniger kalte Luft beim Öffnen entweichen.
  • Regelmäßig abtauen: Spätestens wenn sich Eis im Kühlschrank bildet, sollte dieser abgetaut werden. Denn durch das Eis sinkt die Kühlleistung, der Stromverbrauch dagegen steigt. Keine Panik jedoch bei Kondenswasser an der Rückwand! Das ist völlig unbedenklich.

Von der Kühlung in die Tonne: Was ist noch genießbar und was muss weg?

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Kann man das noch essen?
Tipps zur Haltbarkeit und zur richtigen Aufbewahrung von Lebensmitteln.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist kein Maßstab für den Weg in den Mülleimer. Generell sind Lebensmittel auch nach diesem Zeitpunkt noch verzehrbar. Bis zum genannten Datum garantiert der Hersteller vielmehr den besten Genuss. Danach sollte man sich an Farbe, Konsistenz, Geruch und Geschmack orientieren. Vorsichtig sein sollte man nur bei Produkten wie Hackfleisch oder Geflügel. Solche Lebensmittel besitzen in der Regel auch ein Verbrauchsdatum. Im Gegensatz zum MHD zeigt dieses an, bis zu welchem Datum das Produkt spätestens verzehrt werden sollte.

Auch auf die Form der Verpackung sollte man achten: Aufgeblähte Verpackungen sind ein Anzeichen für verdorbene Lebensmittel. Stark verbeulte, aufgeplatzte und verrostete Konserven geben Giftstoffe an die Lebensmittel ab. Druckstellen an Obst und Gemüse dagegen sind kein Problem. Diese können einfach weggeschnitten werden. Nur Schimmel lässt sich nicht einfach entfernen: Selbst bei dem kleinsten schimmeligen Fleck gehört das Lebensmittel in den Müll, da sich die Fasern im ganzen Produkt verbreiten.


Auch Thema auf SR 1 am 06.11.2019 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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