Ein leeres Krankenbett auf einer Intensivstation (Foto: SR)

Sind die Krankenhäuser für eine zweite Coronawelle gerüstet?

  05.10.2020 | 12:45 Uhr

Die Corona-Infektionszahlen steigen seit einiger Zeit wieder - auch im Saarland. Zurzeit müssen zwar nur wenige Patienten im Krankenhaus behandelt werden, doch das könnte sich ändern, wenn es eine neue Corona-Welle gibt. SR-Reporterin Steffani Balle hat nachgefragt, wie die Kliniken darauf vorbereitet sind.

Sind die Kliniken auf eine neue Coronawelle vorbereitet?
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Sind die Kliniken auf eine neue Coronawelle vorbereitet?

Für einen Anstieg von Covid-19-Patienten seien die die Krankenhäuser im Saarland inzwischen deutlich besser gerüstet, als sie es im März hätten sein können, sagt Christian Braun, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Saarländischen Krankenhausgesellschaft. Man habe viel über das Virus gelernt, die Mitarbeiter entsprechend qualifiziert und zugleich entsprechende Strukturen geschaffen. Man sei jetzt in einer "qualifizierteren Ausgangssituation, als wir es im Frühjahr dieses Jahres waren".

Im Corona-Beatmungszentrum (COBAZ) im Saarbrücker Winterbergklinikum, dem spezialisierten Zentrum für die Behandlung schwer erkrankter Covid-19-Patienten, stehen alle notwenigen Geräte bereit. Innhalb kürzester Zeit sei es möglich, eine 14-Betten-Station zu einer Intensivstation umzurüsten, so Chef-Anästhesist Konrad Schwarzkopf. Und sollte die Zahl der schwer an Covid 19 erkrankten Patienten deutlich steigen, könne die Zahl der notwendigen Intensivbetten deutlich ausgeweitet werden.

Ähnlich organisiert haben das auch die beiden anderen Level-1-Krankenhäuser im Saarland, also das Uniklinikum in Homburg und die SHG-Klinik in Völklingen.


Auch Thema auf SR 1 am 05.10.2020 in der Sendung "Hallo Saarland"

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