Rotkehlchen an einer Futterstelle (Foto: pixabay (CC0))

Vogelfütterung im Winter

  11.11.2019 | 13:03 Uhr

Es macht nicht viel Arbeit, es kostet nicht viel, macht aber viel Freude: das Beobachten der heimischen Singvögel im eigenen Garten. Im Winter verbreitet sich unter den gefiederten Gartenbewohnern schnell, wo für sie Futter bereit steht. Doch bei der Winterfütterung sollte man einige Dinge beachten.

Noch haben wir recht milde Temperaturen und die Vögel finden genug Nahrung an Beerensträuchern und Obstbäumen. Doch Zufüttern geht eigentlich immer. Wichtig ist jedoch, dass das Futter nicht nass wird. Damit sich die Körner- und die Weichfutterfresser nicht in die Quere kommen, sollte man am besten mehrere Futterplätze einrichten. Wichtig ist: Die Plätze sollten für Katzen nicht erreichbar sein.

Vogelfütterung im Winter
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Vogelfütterung im Winter

Jeder hat so seine Lieblingsspeise

Typische Vertreter am Futterhaus sind Körnerfresser wie Buch- und Grünfinken. Weichfutterfresser sind beispielsweise Rotkehlchen, Zaunkönig und Goldhähnchen. Es gibt unterschiedliche Futterzusammensetzungen zu kaufen. Man kann sein Vogelfutter aber auch selbst mischen, und zwar Fett- und Weichfutter. Für das Fettfutter nimmt man beispielsweise Nüsse und Sonnenblumenkerne, als Weichfutter Haferflocken. Und für die Meisen gibt es dann ja noch die sogenannten Meisenknödel - Körnerfutter, das in Fett eingekocht und dann getrocknet wurde. Die Meisenknödel sind wegen des Fettfutters übrigens auch bei den Spechten beliebt.

Nur salzloses Futter verwenden

Eine richtige Delikatesse für die meisten Vogelarten ist übrigens Schweineschmalz. Es muss aber ungesalzen und ungewürzt sein, so Rolf Klein vom NABU. Denn durch das Salz bekommen die Vögel Durst, bei Minustemperaturen finden sie aber nicht genug Wasser. Auch auf Brot sollte man bei der Winterfütterung verzichten, empfiehlt der Experte.

Futtersilo oder Futterhäuschen?

 (Foto: imago/blickwinkel)

Bei den Futterhäuschen spielt die Hygiene eine große Rolle. Am besten sind Futtersilos, bei denen die Vögel nur außen sitzen, sagt der NABU-Experte. So können sie das Futter nicht verkoten. Etwas aufwändiger sind die offenen Futterhäuschen aus Holz zu pflegen. Hier sollte man nicht zu viel Futter hineingeben, sagt Rolf Klein. Die Futterhäuschen sollten auch regelmäßig mit einem Handfeger auskehrt werden, um Verunreinigungen und Kot zu entfernen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, sie von Zeit zu Zeit auszuwaschen und mit Desinfizierungsmittel zu reinigen.

Soll man Enten füttern?

Enten zu füttern ist die Lieblingsbeschäftigung vieler Menschen. Besonders Kinder machen das gerne. Allerdings sollte man das nicht zu oft machen und vor allem nicht in großen Mengen. Denn oft fressen die Enten nicht das gesamte Futter, das ihnen zugeworfen wird. Brot z.B. weicht dann auf, sinkt an den Gewässerboden und verfault dort. Genauso wenig sind Pommes oder andere gewürzte oder gesalzene Speisen erlaubt.


Auch Thema auf SR 1 am 11.11.2019 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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