Zwei Personen mit Smartphones in Händen (Foto: pixabay/terimakasih0)

Videochat-Apps: Zoom, Houseparty, Skype & Co.

  26.03.2020 | 07:35 Uhr

In Zeiten des Social Distancing greifen die Menschen immer öfter auf Videochat-Apps zurück. Welche gibt es und was können die? Das erfährt Ihr hier.

Videochat-Apps: Zoom, Houseparty, Skype & Co.
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Videochat-Apps: Zoom, Houseparty, Skype & Co.

In diesen Zeiten, in denen jeder soziale Kontakte vermeiden soll, ist das Smartphone wichtiger geworden denn je. Denn man will ja trotz der aktuellen Lage mit Freunden und Bekannten in Kontakt bleiben. Um sich aber keinem unnötigen gesundheitlichen Risiko auszusetzen, greifen viele nun auf diverse Videochat-Apps zurück. Damit ist es möglich, sein Gegenüber nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Daneben besteht die Möglichkeit, sich mit mehreren Freunden auszutauschen. Wir stellen die bekanntesten Anbieter vor und zeigen auch Gefahren auf.

WhatsApp

Die bekannte Messenger-App kann nicht nur Nachrichten und Bilder verschicken, sondern hat auch eine Videotelefonie-Funktion. Mit Hilfe der Frontkamera können sich damit bis zu vier Personen gleichzeitig in einen Videochat einklinken. Ganz einfach im Chat auf das Kamerasymbol drücken und die gewünschten Personen einladen.

Skype

Der Klassiker schlechthin, wenn man an Videotelefonie denkt. Schon seit 2003 bietet Skype eine kostenlose Videochat-Funktion an. Bei der können bis zu 50 Personen gleichzeitig an einem Gespräch teilnehmen. Weitere Funktionen bieten die Möglichkeit, während eines Anrufs Fotos oder sogar Präsentationen zu teilen. Die Videoanrufe können auch aufgezeichnet werden. Als Besonderheit bietet Skype sogar eine Live-Untertitel-Funktion an, bei der die gesprochene Sprache übersetzt wird.

Zoom

Ursprünglich für Meetings und Webkonferenzen in Unternehmen entwickelt, bietet Zoom eine interessante Alternative zu den herkömmlichen Anbietern. Die digitalen Meetings erstellt ein Moderator über eine Cloud. Dazu kann er dann bis zu 100 Teilnehmer per Link einladen. Während eines Meetings kann auf das integrierte Whiteboard zugegriffen werden. Damit kann man live eine Präsentation abhalten oder Schaubilder erstellen. Die Moderatorenrolle kann dabei jederzeit per Tastatur und Maus an andere Teilnehmer abgegeben werden. Ein Meeting bis 40 Minuten ist dabei kostenlos. Wer sich länger austauschen möchte, muss ein kostenpflichtiges Abo abschließen.

Houseparty

Bei der Houseparty-App läuft alles etwas anders. Sobald sich zwei Personen zu einem Gespräch zusammenfinden, entsteht ein virtueller Raum. Alle Kontakte dieser Personen können das sehen und dem Raum beitreten. Wenn das jemand tut, wird der Raum wiederum dessen Kontakten angezeigt. So entsteht eine virtuelle Houseparty, die aber auf acht Gäste begrenzt ist. Wie bei einer richtigen Party üblich gibt es auch Spiele. Insgesamt können die Nutzer hierbei zwischen vier virtuellen Spielen wählen.

FaceTime

Die eigens von Apple angebotene Funktion ermöglicht Videoanrufe für bis zu 32 Teilnehmer. Voraussetzung ist ein iOS-fähiges Gerät. Um etwas Farbe in die Videoanrufe zu bringen, kann man verschiedene Kameraeffekte über sein Gesicht legen.

Datenschutz

Vor allem bei Houseparty ist Datenschutz ein Riesenproblem. Über die App wird alles, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagen, aufgezeichnet. Der Anbieter will auch alles, was er sammelt, für kommerzielle Zwecke verwenden.


Auch Thema auf SR 1 am 26.03.2020 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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