Schneeglätte (Foto: Stefan Puchner/dpa)

Verschneite Verkehrsschilder: Welche muss man befolgen?

  12.01.2021 | 16:59 Uhr

Wenn Verkehrsschilder zugeschneit und unlesbar sind, kann es schwierig werden. Johannes Boos vom ADAC erklärt, was man als Autofahrer dann beachten muss.

Gilt das verschneite Schild?

Wenn die Bedeutung eines Schildes nicht mehr zu erkennen ist, ist das kein Freibrief für verkehrswidriges Verhalten. Verschneite Verkehrsschilder bleiben dann gültig, wenn man deren Bedeutung anhand der Form eindeutig erkennen kann. Dazu gehören beispielsweise das charakteristische achteckige Stoppschild oder das auf der Spitze stehende, dreieckige Verkehrszeichen „Vorfahrt achten“.

Im Gegensatz dazu gibt es Schilder, die allein aufgrund ihrer Form mehrere Bedeutungen haben können. Dazu zählen die dreieckigen Gefahren- sowie die runden Verbots- oder Beschränkungszeichen, wie zum Beispiel erlaubte Höchstgeschwindigkeiten. Sind diese zugeschneit oder stark verdreckt, kann vom Verkehrsteilnehmer nicht erwartet werden, dass er sie befolgt. Für Ortskundige gilt dies allerdings nicht.

Johannes Boos vom ADAC erklärt, was Autofahrer beachten sollten
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Johannes Boos vom ADAC erklärt, was Autofahrer beachten sollten

Strengere Regeln für Ortskundige

Auf dem täglichen Weg zur Arbeit kennt man die Tempolimits oder andere Beschränkungen. Das heißt, wer auf der Fahrt zur Arbeitsstätte zum Beispiel geblitzt wird, kann sich nicht darauf berufen, dass er die Schilder nicht lesen konnte bei Strecken, die regelmäßig gefahren werden. Da geht die Rechtssprechung davon aus, dass Autofahrer die Regeln kennen.


Auch Thema auf SR 1 am 12.01.2021 in der Sendung 'Dein Vormittag im Saarland'.

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