Atemmaske (Foto: pixabay)

Die Maskentypen von selbstgenäht bis professionell

  28.04.2020 | 00:00 Uhr

Seit Montag gilt die bundesweite Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen. Bei der Wahl der Masken kommen einige Fragen auf. Welche Typen gibt es überhaupt und wie gut schützen sie?

Welche Maskentypen gibt es?
Audio [SR 1, (c) Carl Rolshoven, 28.04.2020, Länge: 02:22 Min.]
Welche Maskentypen gibt es?

Maskierte Menschen werden im öffentlichen Leben wohl noch eine ganze Weile zum Alltag gehören. Bis auf weiteres gilt im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen eine bundesweite Maskenpflicht. Die Landesregierung stellt zunächst allen Saarländerinnen und Saarländern fünf Einwegmasken zu Verfügung. Danach ist jeder selbst für sich verantwortlich. Doch welche Maskentypen gibt es und wen schützen sie?

Mund-Nasen-Schutz

Grundlegend muss zwischen einem Mund-Nasen-Schutz und Atemschutzmasken unterschieden werden. Ein Mund-Nasen-Schutz dient vor allem dem Schutz der Umgebung vor den Keimen, die der Träger durch zum Beispiel beim Atmen oder Niesen verteilen könnte.

Atemschutzmasken hingegen dienen dem Schutz des Trägers vor Schadstoffen oder auch Viren in der Umgebung. Zum Mund-Nasen-Schutz gehören zum Beispiel OP-Masken, Einwegmasken oder auch Selbstgenähte Masken.

Ärzte und Patientenverbände fordern dazu auf, OP-Masken den Krankenhäusern zu überlassen. Die Preise für diese Alltagsmasken sind aufgrund der hohen Nachfrage extrem gestiegen. Die Versorgung des medizinischen Personals mit solchen Masken hat in der derzeitigen Situation absoluten Vorrang.

Selbstgenähte Masken

Laut Prof. Barbara Gärtner, Leiterin der Abteilung für Krankenhaushygiene an der Uniklinik Homburg, sind selbstgenähte Masken zwar nicht das Gleiche wie OP-Masken, ihrer Funktion jedoch ähnlich. Entscheidend ist, dass man einen besonders dichten Stoff nimmt, also zum Beispiel Leinen oder ein dickes Bettlaken. Zudem ist mehr als eine Maske sinnvoll, denn dieses sollten regelmäßig bei 60 Grad gewaschen werden.

FFP-Schutzmasken

Bei den Atemschutzmasken gibt es drei Schutzstufen: FFP1, FFP2 und FFP3. Die WHO und das Robert Koch-Institut empfehlen für den medizinischen Bereich mindestens die Schutzstufe zwei.

Die erste Schutzstufe hält den Coronavirus gar nicht ab. Bei Masken der Schutzstufe zwei werden 94 Prozent der Viren abgehalten. Die sicherste Variante ist die Schutzstufe drei. Hier werden nahezu alle Schadstoffe abgehalten. Haben die Masken ein Ventil, schützen sie nur noch den Träger und nicht das Umfeld.

FFP-Masken werden in der Regel nicht wiederverwendet, da beim Ab- und Wiederaufsetzen die Gefahr besteht, dass die Maske auf der Innenseite kontaminiert wird. Auch bei FFP-Masken sollte medizinischem Personal in Krankenhäusern der Vorrang überlassen werden. Hier sind die Preise aufgrund der Knappheit ebenfalls enorm gestiegen.


Auch Thema am 28.04.2020 auf SR 1 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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