leere Stühle und Notenständer (Foto: DRP/Dirk Meyer)

Vereine in der Coronakrise

Lena Schmidtke   22.05.2020 | 13:12 Uhr

Keine Großveranstaltungen, keine Vereins-, Dorf- oder Stadtfeste, keine Konzerte oder sonstige Aufführungen: Unter den aktuellen Coronabestimmungen leiden auch die Vereine im Saarland. Den Sportvereinen hat das Innenministerium bereits einen Rettungsschirm versprochen, aber auch wohltätige, kirchliche oder kulturtreibende Vereine klagen über leere Kassen.

Ob Musikverein, Theatergruppe, Jugendverein oder Tanzgruppe - allen ist gemein: Im Mittelpunkt steht das Miteinander. Doch ein enges Miteinander ist in diesen Corona-Zeiten tabu. Seit Einführung der engen Kontraktbeschränkungen ist das aktive Vereinsleben im Saarland zum großen Teil zum Erliegen gekommen. Es gibt keine Kurse, keine Treffen, keine Konzerte, keine Aufführungen. Und nun bricht den Vereinen auch noch eine weitere wichtige Einnahmequelle weg: die Feste.

Suche nach Auswegen

Keine Eintritte bei Konzerten und Veranstaltungen, keine Erlöse bei Festen: die Coronakrise machen den Vereinen auch finanziell schwer zu schaffen. Ideen, wie etwa "Kaffee & Kuchen to go" gibt es zwar, aber damit gehen die Vereine auch immer ein Risiko ein. Für viele heißt es deswegen: abwarten und dann möglichst schnell wieder in den "normalen" Betrieb kommen - auch, um die Mitglieder im Verein zu halten.

Coronakrise der Vereine: Die Suche nach Auswegen
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 22.05.2020, Länge: 02:38 Min.]
Coronakrise der Vereine: Die Suche nach Auswegen

Die Landesregierung hat die schwierige Lage erkannt und diskutiert derzeit über mögliche Unterstützungsmaßnahmen. Ob es für die Vereine eine Finanzspritze oder andere Entschädigungen gibt, ist aber noch unklar.

Auch auf kommunaler Ebene macht man sich Gedanken um die Zukunft der Vereine. St. Ingberts Oberbürgermeister Ulli Meyer beispielsweise hat erklärt, dass er sich vorstellen kann, die örtlichen Vereine bei zukünftigen Veranstaltungen zu unterstützen. Vorstellbar wäre zum Beispiel, dass ein Verein ein Konzert zweimal gibt, da ja durch das Distanzgebot nicht mehr so viele Besucher kommen dürfen, und die Stadt trotzdem nur einmal die Nutzungsgebühr verlagen würde, so St. Ingberts Oberbürgermeister Ulli Meyer.

Auch Thema auf SR 1 am 22-05.2020 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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