Justizia (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

50-Jähriger muss nach Totschlag in Psychiatrie

Gabor Filipp   09.08.2018 | 16:02 Uhr

Der Mann, der im Februar in Neunkirchen-Furpach seine Mutter mit einem Messer getötet hat, muss in die geschlossene Psychiatrie. Das hat das Landgericht Saarbrücken am Donnerstag entschieden.

Studiogespräch: "Er gilt als gefährlich für die Allgemeinheit"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Dorothee Scharner/Gabor Filipp, 09.08.2018, Länge: 02:26 Min.]
Studiogespräch: "Er gilt als gefährlich für die Allgemeinheit"

Sowohl Staatsanwalt als auch Verteidiger hatten in den Plädoyers für die Unterbringung des Angeklagten in einer psychiatrischen Klinik plädiert. Er habe sich des Totschlags schuldig gemacht, sei aber zum Tatzeitpunkt wegen akuter Schizophrenie schuldunfähig gewesen.

Es sei zu erwarten, dass er weiterhin für die Allgemeinheit gefährlich sei, so auch das Urteil des Schwurgerichts. Es ordnete die Unterbringung in die geschlossenen Psychiatrie in Merzig an, nachdem es festgestellt hatte, dass der 50-Jährige den Tatbestand des Totschlags erfüllt habe. Aufgrund seines Dauerzustandes der paranoiden Schizophrenie sei er aber ohne Schuld. Außerdem sei der Angeklagte weiterhin gefährlich.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 09.08.2018 berichtet.

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