Projekt Upcycling-saar.de (Foto: SR/Steffani Balle)

Neunkircher Upcycling-Projekt wird verlängert

Steffani Balle   27.09.2019 | 16:09 Uhr

Seit 2018 gibt es das Upcycling-Projekt in Neunkirchen. Hier stellen Langzeitarbeitslose und Migranten aus gebrauchten Gegenständen neue Produkte her. So werden zum Beispiel Restholz der Industrie zu Möbeln und Stoffreste zu Taschen. Rund 130 Menschen konnten in den vergangenen beiden Jahren an dem Projekt teilnehmen. Es wird nun um drei Jahre verlängert. Das Bundesbildungsministerium fördert das Projekt mit rund einer Million Euro.

Aus Alt mach neu – und tue Gutes dabei. So ungefähr könnte man das Upcycling-Projekt in Neunkirchen beschreiben. Es ist ein Laden mit piffigen Produkten, hergestellt aus Abfallprodukten regionaler Unternehmen. An dem Projekt beteiligt sind das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement der Hochschule Trier, der Landkreis Neunkirchen, die Hochschule für Bildende Künste Saarbrücken und die Beschäftigungs- und QualifizierungsGmbH Neunkirchen.

Neunkircher Upcycling-Projekt geht weiter
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Neunkircher Upcycling-Projekt geht weiter
Unsere Reporterin Steffanie Balle hat sich die Arbeit des Projektes genauer angeschaut.

Ziel des Projektes ist es, aus Materialien, die von Firmen in der Region ansonsten entsorgt würden, neue pfifige Produkte herzustellen. Michael Schmidt vom Projektleiter-Team ist Diplom-Ingenieur und im Projekt verantwortlich für die Beschaffung der Materialien. "Was für die Unternehmen Abfälle sind, sind für uns wertvolle Ressourcen", sagt er. Es gehe um die Etablierung der Kreislaufwirtschaft und damit auch um die Schonung der Unmwelt.

Was aus den Materialien hergestellt wird, wird entschieden, wenn sie vor Ort sind. Die am Projekt beteiligten Designer entwickeln untschiedlichste Prototypen. Daraus entstehen dann die neuen Produkte - zum Beispiel pfiffige Kleinigkeiten wie Magneten aus Kronkorken, Heftmappen aus alten Landkarten, Mützen, aber auch größere Dinge wie Bücherständer oder Gartenliegen und Bänke.

Herstellt werden die Ucycling-Produkte von der Gemeinnützigen Beschäftigungs- und QualifizierungsGmbH Neunkirchen (AQA), bei der Langzeitarbeitslose und auch Flüchtlige beschäftigt sind. Für die AQA stehe bei diesem Projekt aber nicht die Erwirtschaftung von Gewinn im Fordergrund. Vielmehr stehe die Beschäftigung im Vordergund und zwar mit einer langfristiger Perspektive, sagt AQA-Geschäftsführer Anton Jacob.

Im Upcycling-Zentrum in Neunkirchen

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Auch Thema auf SR 1 am 27.09.2019 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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