Ein Jogger (Foto: pixabay / StockSnap)

Frühsport lieber abends?

  24.01.2020 | 10:24 Uhr

Wie ist das bei Euch, wenn Ihr Sport machen wollt, gilt dann: Der frühe Vogel fängt den Wurm? Oder eher: Der frühe Vogel kann mich mal...! Morgens oder abends - welche Trainingszeit ist für die Fitness besser? Wir haben nachgefragt.

Welcher Typ bin ich?

Die ideale Trainingszeit ist Typsache und sollte individuell entschieden werden, sagt Sportmediziner Dr. Florian Egger. Prinzipiell spricht nichts gegen ein Training sehr früh morgens oder auch spät am Abend. Entscheidend ist das körperliche Befinden. Fühlt man sich morgens nach dem Aufstehen schwach oder zittrig, sollte das Training besser auf den Abend verschoben werden. Der Biorhythmus ist von Person zu Person unterschiedlich und hat Auswirkungen auf die Körpertemperatur, den Schlafzyklus und die Durchblutung. Es gibt bei beiden Trainingszeiten gewisse Vor- und Nachteile. Um die optimale Traingszeit herauszufinden, sollte man also in erster Linie auf seinen Körper hören.

Training am Morgen

Sportliche Aktivitäten am Morgen helfen dabei, gut gelaunt und voller Energie in den Tag zu starten. Zudem ist man zeitlich flexibler, falls sich nach Feierabend dann doch wieder keine Zeit für das Training finden lässt. Gut, wenn man es bereits am Morgen hinter sich gebracht hat.

Der Nachteil ist natürlich das frühe Aufstehen. Wer sich aus dem Bett quälen muss, ist nicht so leistungsfähig. Die Muskeln und Sehnen brauchen auch mehr Zeit für ein Warm-up.

Training am Abend

Frühsport lieber abends?
Audio
Frühsport lieber abends?

Sport ist der beste Stress-Killer. Wer abends trainiert kann sich so richtig auspowern und die Belastung und den Stress des Alltags abschütteln. Vor allem für Menschen mit Einschlafproblemen kann Sport am Abend durchaus zu ruhigeren Nächten führen. Der Schlaf sollte durch den Sport allerdings nicht zu kurz kommen. Denn genügend Schlaf ist wichtig; sonst sind wir weniger leistungsfähig, so Egger.

Am Abend fällt der Gang ins Sportstudio allerdings oft schwer. Man ist müde und erschöpft. Zudem locken andere Aktivitäten wie das Feierabendbier mit Kollegen oder der Platz auf der Couch mit der Lieblingsserie im TV.

Generelle Tipps zum Training

Für Anfänger oder Wiedereinsteiger ist eine Untersuchung beim Arzt oder Sportmediziner ratsam. Die durch Sport verursachten Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden besonders bei Menschen diagnostiziert, die lange keinen Sport mehr gemacht haben. Das Aufstellen eines Sportplans kann beim Wiedereinstieg helfen. Sportwissenschaftler Dr. Florian Egger rät für den Anfang zu 30 Minuten lockerem Laufen, bei dem eine Unterhaltung nebenher problemlos möglich sein sollte.

In Sachen Ernährung gibt es, so Egger, nichts zu beachten, sofern man sich regelmäßig und ausgewogen ernährt. Der Körper besitzt dann ausreichend Vorrat an Kohlehydraten, so dass man auch morgens ohne Frühstück oder abends vor dem Abendessen bedenkenlos trainieren kann.


Auch Thema auf SR 1 am 24.01.2020 in der Sendung "Balser & Mark. Dein Morgen".

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja