Hund und Katze (Foto: pixabay/StockSnap)

Wie füttere ich Hunde und Katzen richtig?

  21.08.2018 | 00:00 Uhr

Katzen sind bekannt dafür, dass sie sich wie Diven verhalten. Wenn ihnen etwas nicht gefällt, drehen sie sich weg und gehen. Doch warum lassen Katzen ihr Fressen einfach stehen, wenn es ihnen scheinbar nicht passt? Aber auch Hunde können Eigenarten entwickeln, wenn das Futter sie langweilt.

"Katzen sind beim Fressen ziemlich speziell", sagt Tierärztin Esther Würtz. Wenn die Mieze das Fressen verweigern und Herrchen oder Frauchen stellt etwas Neues hin, lernen die Katzen sehr schnell: "Wenn ich ein Futter nicht essen, bekomme ich etwas Neues!" Doch damit trainiert man Katzen eine Magersucht an. "Man bringt der Katze bei zu hungern, bis es etwas besseres gibt", erklärt Esther Würtz. Ihr Tipp für Katzenbesitzer: "Wenn wir den Katzen einen Teller hinstellen, ist es vielleicht zu viel für sie oder es langweilt sie, weil sie nichts dafür getan hat. Man könnte beispielsweise in der Wohnung an verschiedenen Stellen Trockenfutter ablegen." In der freien Natur streifen Katzen auch durch die Gegend und fressen hier und da eine Kleinigkeit. "Man macht damit eine kleine Suchaufgabe! Damit fordert man sie!"

Hunde zwei bis dreimal täglich füttern

Bei Hunden ist das anders: "Sie sind gewohnt, eine Mahlzeit zu sich zu nehmen." Doch Besitzer sollten aufpassen, dass der Hund nicht zu viel zu sich nimmt, da es sonst zu einer Magendrehung kommen kann "und das ist lebensgefährlich." Dennoch reichen zwei bis drei Portionen für Hunde. "Welpen bekommen etwas häufiger etwas." Doch Hunde lassen auch Futter liegen, wenn sie nichts dafür tun müssen. Daher kann man das Füttern auch mit kleinen Übungen verbinden und das Tier so fordern. Es ist sinnvoll Hunde einmal im Monat auf die Waage zu stellen, damit er nicht zu viel zunimmt. Gerade wenn die Tiere älter werden, sollte man ein besonderes Augenmerk darauf legen. "Haustierärzte sind da der richtige Ansprechpartner, die beratend zur Seite stehen können."

Richtige Übungen fürs Füttern

Wenn Tiere gelangweilt am Futternapf vorbeigehen, ist es sinnvoll, das Futter attraktiver zu gestalten. Beispielsweise kann man für Katzen ein Plastikrohr aus dem Baumarkt präparieren, damit die Katze das Futter herausangeln muss. Im Tierbedarfsladen gibt es auch Futterbälle oder ähnliches auch für Hunde. Oder man geht mit Hunden auf ein Feld und verteilt dort Futter, damit er es suchen muss. Auch im Alter sollten die Tiere für Leistung belohnt werden und Futter suchen. "Das hält auch fit."

Audiobeiträge: "Tierisch verwöhnt"
Audio [SR 1, (c) SR1, 21.08.2018, Länge: 04:27 Min.]
Audiobeiträge: "Tierisch verwöhnt"
Unsere Audiobeiträge zum Thema "Tierisch verwöhnt" auf SR1 in "Balser & Mark. Dein Morgen".


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