Das neue Theaterschiff wird in die Saar gelassen (Foto: Chris Ignatzi)

Ein "Beiboot" für das Saarbrücker Theaterschiff

  19.02.2021 | 08:25 Uhr

Frank Lion, der Chef des Saarbrücker Theaterschiffs "Maria-Helena", hat eine zweite flusstaugliche Spielstätte gekauft. Das 17-Meter-Schiff wurde am Freitagmorgen per Schwertransport nach Saarbrücken gebracht.

Während das Shisha-Schiff unterhalb der Berliner Promenade in Saarbrücken vor wenigen Tagen gesunken ist, hat Frank Lion, der 'Vater' des 110 Jahre alten Saarbrücker Theaterschiffs "Maria-Helena", eine zweite flusstaugliche Spielstätte in Magdeburg entdeckt und gekauft.

Noch namenlos

Neues Theaterschiff für Saarbrücken
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Neues Theaterschiff für Saarbrücken
Business-Ideen für 2021: Restaurant, Freizeitpark oder Kultureinrichtungen gehören wohl eher nicht dazu. Was mag also jemanden bewegen, der in diesem Jahr ein Theater aufmacht? Frank Lion aus Saarbrücken hat genau das vor. Er betreibt schon seit vielen Jahren das Theaterschiff Maria-Helena, das in Saarbrücken auf der Saar liegt. Jetzt hat er noch ein neues Schiff gekauft. Wie es dazu kam hat er SR1 Moderator Frank Falkenauer erzählt.

Über Nacht ist der Kahn per Schwertransport nach Saarbrücken gebracht worden, um dann mit zwei Kränen abgeladen zu werden. So einfach sei es gar nicht, so ein Schiff zu finden, erzählt Barbara Bruhn vom Theaterschiff-Team. Die Suche begann bei diversen Schiffsmaklern, am Ende wurden die Kulturschaffenden aber fündig über eine Kleinanzeige im Internet. Für 15.000 Euro wechselte dann der alte Arbeiterkahn die Besitzer. Einen Namen hat die neue Freiluftbühne aber noch nicht.

Hilfe vom Staat

Zweites Theaterschiff ist angekommen
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Zweites Theaterschiff ist angekommen
Maria-Helena hat eine kleine Schwester bekommen! Nein, keine neuen Nachrichten aus irgendeinem Königshaus. Saarbrücken bekommt ein neues Theater - Und zwar eines, dass auf der Saar schwimmt. Das Theaterschiff Maria-Helena gibts ja schon - und heute kam nach einer 2 Tagesreise mit dem Schwertransport eine kleine Schwester - ein Schwesternschiff - aus Magdeburg an, eine schwimmende Bühne sozusagen. Und nicht nur die Anreise auf der Straße war spektakulär - Der ein oder die andere hat heute früh an der A620 auf dem Weg zur Arbeit vielleicht auch was beobachten können. Wie Autos zB teilweise trotz Parkverbot weggerückt werden mussten - Nein aber auch das zu Wasser lassen war großes Kino. SR1-Reporterin Simin Sadeghi war dabei.

Alles in allem koste ihn die schwimmende Bühne rund 30.000 Euro. Finanzielle Unterstützung erfahre er vom Bundesförderprogramm "Neustart Kultur". In den Genuss eines Zuschusses zu kommen, sei allerdings "eine Woche intensive Arbeit" gewesen, so Lion, obwohl er es keineswegs mit einem "Bürokratiemonster" zu tun gehabt habe.


Auch Thema auf SR 1 am 19.02. und 26.02.2021 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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