Die Luftaufnahme zeigt das Pulvermaar bei Daun in der Eifel  (Foto: dpa Bildfunk Helmut Gassen / Natur- und Geopark Vulkaneifel)

Vulkane hautnah erleben

  23.07.2020 | 00:00 Uhr

Für viele Urlauber sind die klassischen Ferienziele wie Griechenland, Italien oder Spanien dieses Jahr eher unattraktiv. Manche verzichten angesichts der Corona-Pandemie sogar ganz auf eine längere Reise. Zu Hause bleiben muss man aber trotzdem nicht. Die Vulkaneifel ist nur ca. anderthalb Stunden mit dem Auto entfernt und eignet sich bestens für einen Tagesausflug. Hier zwei Tipps:

Das Vulkanmuseum in Daun

Vulkanmuseum Daun
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Vulkanmuseum Daun

Das Vulkanmuseum befindet sich im alten Dauner Landratsamt und ist ein Teil des Natur- und Geoparks der Eifel. Besucher erleben hier hautnah vulkanische Phänomene und Aktivitäten, die sich weltweit ereignen und eben auch in der Vulkaneifel. Über ein Pedal kann Magma durch eine Röhre gepumpt werden, um einen Vulkan zum Ausbruch zu bringen. Sogar mit den dazu gehörigen Rauchwolken. Neben technisch raffinierten, interaktiven Modellen lassen Exponate aus teils noch aktiven Vulkanen die Erdgeschichte sehr realistisch wieder aufleben. Auf Infotafeln sind Zusammenhänge zwischen Kontinentaldrift und der Entstehung der Hocheifel-Landschaft anschaulich erläutert. Dreidimensionale Modelle von Schlackenkegeln, Maaren und Mineralquellen geben tiefe Einblicke in das uns sonst verborgene Erdinnere.

Öffnungszeiten:
Di - Fr 11:00 Uhr - 16:30 Uhr
Montags geschlossen
Sa , So + Feiertags 11:00 Uhr - 16:30 Uhr

Weitere Infos:
Eifel-Vulkanmuseum Daun
Leopoldstr. 9
54550 Daun
Tel. (0 65 92) 98 53 53 oder Tel. (0 65 92) 93 32 90

Kratersee Windsborn

Kratersee Windsborn
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Kratersee Windsborn

Der Windsborn Kratersee der einzige Kratersee nördlich der Alpen, der ständig mit Regenwasser gefüllt ist. Der See liegt auf einer Höhe von 497 Metern üNN. Der Krater hat einen Durchmesser von 300 Metern und ist rund 30 Meter tief. Der See ist etwas kleiner. Dieser bietet jedem Naturliebhaber eine beinahe märchenhafte Atmosphäre. Schmale Holzstege ragen auf das Wasser hinaus und laden zu einem Moment der Ruhe ein. Seit den 90er Jahren ist das einzigartige Biotop unter Schutz gestellt. Schwimmen und Angeln im See ist deshalb verboten. Der See ist umgeben von einem bis zu 30 Meter hohen Ringwall aus Schweißschlacken. Der Aufstieg fordert zwar ein gewisses Maß an Kondition, wird aber mit einem einzigartigen Blick auf die umliegende Eifellandschaft und die Mosenberg-Meerfelder-Vulkangruppe belohnt.

Das Vulkanmuseum in Daun (Foto: SR 1 / Marie Kribelbauer )


Auch Thema am 29.07.2020 auf SR 1 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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