Herbstzeit = Spinnenzeit

Auch Spinnen mögen es warm

  02.10.2019 | 00:00 Uhr

Jetzt im Herbst, wenn es draußen kälter wird, suchen sich viele Tiere ein warmes Plätzchen. Unsere Wohnung ist dann auch für Spinnen angenehm gemütlich. Doch niemand muss sich vor den Achtbeinern fürchten. Am besten befördert man sie einfach wieder vor die Tür.

Winterquartier gesucht

Je milder der Winter war, desto mehr Spinnen gibt es im Herbst. Das ist die Regel. Denn die Jungtiere schlüpfen noch im alten Jahr und müssen den Winter überleben. Ist der nicht zu kalt, überleben mehr Spinnen. Und das ist im Grunde eine gute Sache, denn im Ökosystem spielen die Tiere eine wichtige Rolle. Spinnen sind nützliche Schädlingsvertilger; sie ernähren sich nämlich hauptsächlich von Insekten und sorgen dafür, dass es keine Überpopulationen gibt.

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Um also den Winter zu überstehen, suchen die Spinnen jetzt eine frostfreie Unterkunft. Hinzu kommt, dass Licht ihre Hauptnahrungsquelle anlockt: die Insekten. Also zieht es die Spinne auch dahin, wo ihr Tisch reich gedeckt ist. Dort baut sie dann ihr Netz, in dem sich daraufhin Fliegen, Mücken, Kellerasseln oder anderes Ungeziefer verfangen können.

Nicht töten, sondern aussetzen

Auch wenn es schwer fällt, sollte man Spinnen im Haus nicht einfach mit dem Staubsauger aufsaugen. Abgesehen davon, dass es einige Tiere schaffen, wieder herauszukrabbeln, und die anderen einen elenden, langsamen Tod sterben, gibt es auch andere Möglichkeiten, um die nützlichen Tiere wieder loszuwerden:

  • Man kann ein Glas über die Spinne stülpen, einen Pappkarton unter das Glas schieben und die Spinne so vor die Tür setzen

  • Man kann auch einen Gartenbesen aufstellen. In seine Borsten flüchten sich Spinnen gerne. Dann kann man sie mit dem Besen ganz einfach nach draußen bringen.

  • Man kann das Licht ausschalten, das die Insekten anlockt. Denn Spinnen können nicht zwischen Mondschein und unserer Hausbeleuchtung unterscheiden.

  • Man kann die Tiere auch einfach in Ruhe lassen. Spinnen verschwinden oft von ganz alleine wieder, wenn das Nahrungsangebot zu wünschen übrig lässt.

Übrigens: Omas alte Haumittel wie zum Beispiel Zitronen- oder Pfefferminzöl sollte man getrost vergessen. Studien haben gezeigt, dass Spinnen wenig für Geruch und Geschmack übrig haben; ja, sie haben sogar Beute gefressen, die mit Essig und Bittersalz versetzt war.


Auch Thema auf SR 1 am 02.10.2019 in der Sendung ' Balser & Mark. Dein Morgen'.

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