Verpackung einer Sonnencreme (Foto: SR)

Sonnencremes für Kinder im Test

  24.06.2020 | 00:00 Uhr

Wer sich bei 30 Grad und strahlender Sonne gerne draußen aufhält, darf auf keinen Fall den geeigneten Sonnenschutz vergessen. Vor allem bei Kindern sollten Eltern darauf achten, die Kleinen nicht ohne Sonnencreme in der Sonne spielen zu lassen. Stiftung Warentest hat Sonnencremes für Kinder getestet. Das Ergebnis: Fast alle schützen Kinderhaut zuverlässig vor UV-Strahlung, vier günstige Produkte sogar am besten!

Gute Sonnencremes müssen nicht teuer sein.

Die richtige Sonnencreme kaufen
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Die richtige Sonnencreme kaufen

Im Test von Stiftung Warentest haben die günstigen Produkte am besten abgeschnitten. "Tatsächlich kommt das in unseren Sonnenschutzmitteltests häufiger vor, dass die günstigen Produkte zu den besten gehören. Man muss nicht viel Geld ausgeben um zuverlässigen Sonnenschutz zu haben", erklärt Swantje Waterstraat von der Stiftung Warentest.

Bei dem aktuellen Test gehören Produkte von Lidl, Müller, Aldi und Rossmann mit der Note "sehr gut" zu den besten Sonnencremes. Teuer ist demnach nicht unbedingt besser. Bei der Sonnencreme "Baby & Kids" der Marke Eco-Cosmetics ist sogar das Gegenteil der Fall. Mit 44 Euro pro 100 Milliliter ist die fast zwanzigmal teurer als die günstigen Cremes. Aufgrund von unzureichendem Schutz vor den längerwelligen UVA-Strahlen wurde "Baby & Kids" jedoch als mangelhaft eingestuft.

Worauf man bei Sonnencremes achten sollte

Sonnencreme nicht vergessen (Foto: Pixabay/chezbeate)

Besonders bei Kindern sollte man auf einen hohen Lichtschutzfaktor achten. Der sollte mindestens bei 30 liegen. Bei heller Haut, am Meer oder in den Bergen kann man aber gerne auch zum Lichtschutzfaktor 50 greifen. Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel länger man mit Sonnencreme in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen als ohne Sonnencreme. Bekommt man beispielsweise ohne Schutz nach 10 Minuten einen Sonnenbrand, wird die Zeit mit einem Lichtschutzfaktor von 30 um das dreißigfache verlängert. Damit könnte man also um die 300 Minuten in der Sonne bleiben.

Swantje Waterstraat von der Stiftung Warentest rät aber davon ab, diese Zeit bis zum Ende auszureizen. "Oft ist es so, dass man viel zu wenig aufträgt oder nicht gleichmäßig genug eincremt, deswegen sollte man diese Zeit nicht ausreize, sondern lieber früher aus der Sonne gehen".

Ob man beim Sonnenschutz zu Cremes, Sprays oder Gel greift ist Geschmackssache. Aerosol Sprays sollten aber auf keinen Fall ins Gesicht gesprüht werden.

Ob der Sonnenschutz aus den letzten Sommern noch haltbar ist, kann man anhand von Konsistenz und Geruch überprüfen. Ist beides noch wie beim Kauf, dann ist der Schutz noch gewährleistet. Bilden die Cremes aber Flocken oder haben sie einen komischen Geruch, sollten man sie besser entsorgen.

Lichtschutz für Kinderhaut besonders wichtig

Da die Kinderhaut noch viel empfindlicher ist als die der Erwachsenen, muss man bei Kindern besonders auf den Lichtschutz achten. Regelmäßiges eincremen, messerrückendick sogar, ist deshalb wichtig, erklärt Dr. Dirk Landwehr. Denn Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das Hautkrebsrisiko im späteren Leben in exponentiellem Maße, so der Saarbrücker Hautarzt.

Kinder vor Sonnenbrand schützen
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Man unterscheidet physikalischen und chemischen Lichtschutz. Der physikalische, also das Weiße, lenkt die UV-Strahlung ab, sodass sie nicht in die Haut eindringen kann; der chemische verhindert, dass die UV-Strahlung in der Haut Schaden anrichten kann, zum Beispiel indem er sie in Wärme umwandelt.

Für Kinder empfiehlt sich laut Dr. Landwehr vor allem der physikalische Lichtschutz. Die Kleinen haben zudem meist auch ihren Spaß daran, wenn man ihnen mit der weißen Creme oder Milch Muster auf die Haut malt. Man sollte aber unbedingt darauf achten, dass Titan- oder Zinkoxide enthalten sind.

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Auch Thema auf SR 1 am 24.06.2020 in der Sendung "Balser & Mark. Dein Morgen"

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