Kabinen in einem Impfzentrum (Foto: picture alliance/dpa | Stefan Puchner)

Sinkende Nachfrage von AstraZeneca-Sonderimpfungen

  29.06.2021 | 12:15 Uhr

Die Impf-Nachfrage sinkt: Viele Personen lehnen die Sonderimpfungen mit AstraZeneca ab, weil der Impfstoff angeblich schlechter gegen die Delta-Variante wirkt. Entscheidend ist aktuell aber nicht der Impfstoff-Typ, sondern dass so schnell wie möglich geimpft wird.

Grundsätzlich sehe die Impflage im Saarland gut aus, in den letzten Tagen sei aber zu beobachten, dass Impftermine vermehrt nicht wahrgenommen würden, sagt Jesinghaus.

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Sinkende Nachfrage von AstraZeneca-Sonderimpfungen

Und das Problem sei, dass es auch keine Absagen gebe. Jesinghaus appelliert deshalb dringend daran, Termine so früh wie möglich abzusagen, "damit wir anderen, die auch auf den Impfstoff warten, einen Termin geben können."

Der Kampf gegen das Virus sei aber ein Kampf gegen die Zeit. Und das gelte besonders mit Blick auf die Delta-Variante. "Da müssen wir einfach schnell sein." Deshalb sei es wichtig, dass man sich impfen lasse, und zwar möglichst schnell. "Grob gesagt: egal womit", so Jesinghaus.

Plädoyer für schnelle Impfung

Sein Credo lautet: "Biontech in sechs Wochen ist sehr viel schlechter als Astra heute." Die Vektor-Impfstoffe wie der Impfstoff von AstraZeneca seien hochwirksam, die Nebenwirkungsquoten seien sehr niedrig. Dass viele Vorbehalten gegen den Impfstoff hätten, sieht Jesinghaus vor allem in dem "miserablen medialen Start, einem Durcheinander bei der Zulassung, wieder schnellen Änderungen." Dies sei aber der Kürze der Zeit geschuldet.

Die Zeitabstände

Auch wenn die Urlaubszeit näher rückt - die Zeitabstände zwischen den Impfungen sollten eingehalten werden, sagt der Leiter des Impfzentrums. "Wir wissen, dass die getesteten Zeitabstände diejenigen sind, mit der wir die optimale Wirkung haben." Es gebe zwar gewisse Zeitfenster, "aber man sollte keinesfalls unter den zugelassenen Zeitpunkt gehen."

Auch Thema auf SR 1 am 29.06.2021 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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