Hund und Katze (Foto: pixabay/StockSnap)

Haustiere leiden unter der Silvester-Knallerei

  31.12.2019 | 00:00 Uhr

Bei der Diskussion um Silvester-Feuerwerke und Böller spielt neben dem Klimaschutz auch immer öfter der Schutz der Haustiere eine Rolle. Ein richtiger Aspekt, denn für Hunde, Katzen und andere Haustiere ist Silvester ein Horror. Sie hassen Böller und Raketen. Wie kann man seinem Tier am besten helfen, den Silvesterabend ohne viel Angst zu überstehen?

Hunde und Katzen haben ein ganz feines Gehör und ausgezeichneten Geruchssinn. Daher ist die Silvesterknallerei für sie nur eine Tortur. Der Qualm, das Pfeifen und der Donner können bei ihnen Panik und Angst auslösen. Für sie ist es der reinste Stress: Sie zittern, haben erhöhten Puls, schwitzen an den Pfoten, urinieren und speicheln unkontrolliert. Sie wollen sich nur noch verstecken und versuchen in einem ruhigeren Winkel Schutz und Sicherheit zu finden.

Wie hilft man seinem Tier am besten?

Ganz wichtig: Nur nicht loben oder beruhigen, auch wenn der Halter sich intuitiv auf diese Weise um sein Tier kümmern möchte. Aber gerade für Hunde bedeutet diese Zuwendung: „Das, was ich gerade tue, ist richtig. Ich werde ja dafür belohnt.“ Am besten ist es: Das Tier in Ruhe lassen, damit es eine Rückzugsmöglichkeit finden kann – sei es unter dem Bett, dem Sofa, in oder hinter dem Schrank oder in einem leeren, dunklen und ruhigeren Raum. Hauptsache, es sieht und hört nicht mehr so viel von dem Krach und fühlt sich einigermaßen sicher.

Katzen reagieren sehr unterschiedlich: Die einen sitzen auf der Fensterbank und schauen den bunten Lichtern zu, die anderen verstecken sich zum Beispiel in ihrer Höhle oder hinter der Couch. Auch bei ihnen heißt es: Machen lassen, was sie wollen, nicht eingreifen. Das Tier entscheidet, wie es mit dem enormen Geräusch- und Geruchspegel umgeht.

Auch Kleintiere wie Hamster und Vögel reagieren auf die Knallerei. Ihre Käfige sollte der Halter abdecken und eventuell leise Musik oder den Fensehapparat laufen lassen, um damit die gewohnte häusliche Geräuschkulisse zu erzeugen und sie damit zu beruhigen.

Spaziergänge machen müde

Vor dem Silvesterabend geht man am besten am Morgen und am frühen Nachmittag lange Spaziergänge mit dem Hund. Hundebesitzer sollten ihr Tier dabei an die Leine nehmen, sonst erschreckt es sich bei vorzeitigen Böllern und läuft davon.

Katzen sollten rechtzeitig im Haus oder in der Wohnung sein. Dabei muss der "Dosenöffner" darauf achten, dass sie nicht mehr entwischen können. Für den Fall, dass es doch passiert und das Tier nicht von selbst rechtzeitig zurückfindet, ist es wichtig, dass Hund und Katze gechipt und registriert sind, zum Beispiel bei "TASSO" oder "Findefix" vom deutschen Tierschutzbund.

Tipp: Am besten ist es immer noch, wenn Halter an diesem speziellen Abend bei ihren Lieblingen bleiben. Allein die Anwesenheit der vertrauten Menschen wirkt sich positiv und beruhigend auf die Tiere aus.

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