Schiedsrichter (Foto: pixabay/taniadimas)

"Jeder Übergriff ist einer zu viel"

  19.02.2020 | 12:50 Uhr

Vor gar nicht allzu langer Zeit haben die Schiedsrichter im Saarland gestreikt. Grund: Sie sehen sich immer öfter Gewalt auf dem Fußballplatz ausgesetzt. Das ist nicht nur ein Problem im Saarland, sondern überall. Der Verein saarländischer Sportjournalisten hat am Dienstagabend unter anderem zu diesem Thema den Chef der DFB-Elite-Schiedsrichter Lutz Michael Fröhlich eingeladen. SR1-Sportreporter Thomas Braml war mit dabei.

"Jeder Übergriff ist einer zu viel"
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"Jeder Übergriff ist einer zu viel"

Auf Fußballplätzen ist das Klima rauer geworden. Besonders Schiedsrichter stehen bei Fans, Spielern und Trainern schnell in der Kritik. Leider mündet der Unmut über Entscheidungen immer häufiger in Gewalt gegen die Schiedsrichter. Sie werden angegriffen, geschlagen oder bespuckt. Was kann man gegen diese tätlichen Angriffe tun? Die saarländischen Sportjournalisten haben unter anderem zu diesem Thema Lutz Michael Fröhlich, den Sportlichen Leiter der Elite-Schiedsrichter des DFB, eingeladen.

Maßnahmen

Die Schiedsrichter sind angewiesen, den Fußball dadurch positiv zu beeinflussen, in dem sie bei Unsportlichkeiten stärker durchgreifen, sagt Fröhlich. Es gehe auf dem Platz um Respekt und Wertschätzung - von beiden Spieler und Schiedsrichterseite aus.

Schiedsrichter-Nachwuchs

Viele junge Menschen, die gerne Schiedsrichter werden möchten, werden von den Vorkommnissen der letzen Jahre abgeschreckt. Wie kann man diesen potentiellen Schiedsrichter-Nachwuchs davon überzeugen und raten, Schiedsrichter zu werden? Der Sportliche Leiter sagt dazu, dass "Jeder Übergriff einer zu viel" sei. Gerade für junge Leute sei der Schiedsrichter-Job eine Möglichkeit, im Sport dabeizusein und hier Verantwortung zu übernehmen. Als Schiedsrichter werde die eigene Persönlichkeit wird geschult und die Kommunikationsfähigkeit ausgebaut. Außerdem müesse man auf dem Platz unterschiedliche Interessen ausgleichen, Entscheidungen treffen und vor allem diese auch durchsetzen. Damit sei der Schiesdsrichter-Job, so Fröhlich, eine "tolle Lebensschule, gerade für junge Leute auf dem Weg in den Beruf".

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