Die Ludwigskirche in Saarbrücken (Foto: Patrick Wiermer)

Die Ludwigskirche muss saniert werden

mit Informationen von Patrick Wiermer   27.12.2019 | 17:30 Uhr

Die Saarbrücker Ludwigskirche: Sie ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Saarlandes und eine der bedeutendsten evangelischen Kirchen Deutschlands. Nach dem Krieg wiederaufgebaut, wurde sie später umfassend restauriert. Doch das ist schon einige Jahre her und jetzt bedarf es weiterer Sanierungshilfen.

Seit Goethe und bis heute: Die markante Fassade, der weiße Innenraum und die große Orgel beeindrucken die Besucher der Saarbrücker Ludwigskirche. Doch der Zahn der Zeit nagt am Gebäude: Manche Gebäudeteile seien seit 30 bis 40 Jahren nicht erneuert worden, bemängelt Pfarrer Thomas Bergholz. Der Wandanstirch und auch der Stuck müssten dringend saniert werden, sagt der Geistliche.

Gemeinde: Kein Geld für Sanierungen

Ludwigskirche: Gemeinde braucht mehr Geld für Sanierungen
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Ludwigskirche: Gemeinde braucht mehr Geld für Sanierungen

Trotz einer Technik-Erneuerung und der Installation von Halogen-Leuchten vor zwei Jahren ist die Ludwigskirche bis heute unzureichend ausgeleuchtet. Von den insgesamt 4,85 Millionen Euro aus dem Programm "Barock trifft Moderne" floss ein Teil auch in die Sanierung der Ludwigskriche. Das Problem: Die Evangelische Gemeinde Alt-Saarbrücken, der die Kirche gehört, hat seit Jahren mit den jährlichen Unterhaltskosten in Höhe von 80.000 Euro zu kämpfen - und das bei sinkender Mitgliederzahl.  

Fördermittel von Land und Bund?

Mittelfristig sollen nun Sanierungen im Innenbereich und der Fassade erfolgen. Zurzeit wird dazu ein Gutachten erstellt. Iris Fohr, Finanzkirchmeisterin der Gemeinde, schätzt, dass Millionenbeträge für die Baumaßnahmen anfallen könnten. Hier hoffe man auf Fördermittel seitens des Bundes, sagt sie.

Problematisch sei allerdings der hierfür nötige Eigenanteil. Hilfe dafür wird auch von der Stadt und dem Land erhofft. Es habe bereits erste positive Gespräche gegeben, wie die Gemeinde betont. Es gehe dabei vor allem um die Kostenfaktoren, die durch Öffnungszeiten oder das kulturelle Programm entstünden, betont Bergholz.

Trotzdem: weiterhin kostenfreier Eintritt

Iris Fohr hält nichts davon, Eintritt zu verlangen. Dies sei eine weniger gute Lösung. Denn ein Eintritt würde die Besucher eher abschrecken. Vielmehr wünscht sich Fohr, dass sich mehr Mitglieder für die "Freunde der Ludwigskirche" finden - einem Zusammenschluss von Förderern, die die Gemeinde finanziell unterstützen. Denn nicht zuletzt sei auch der Wiederaufbau der im Weltkrieg zerbombten Kirche eine gemeinsame Anstrengung der Saarländer gewesen, meint die Finanzkirchmeisterin.


Thema auf SR 1 in der Sendung "Hallo Saarland" am 27.12.2019

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