Tschernobyl ist heute eine Geisterstadt, die Region immer noch verstrahlt (Foto: Pixabay/Amort1939)

Erholung für Kinder aus Weißrussland

  31.07.2019 | 15:26 Uhr

Auch 33 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl leidet die Bevölkerung in der Region noch immer unter den Folgen. Der Verein Saarländische Kinderhilfe - Leben nach Tschernobyl setzt sich besonders für die Kinder ein und organisiert für sie regelmäßig Ferien im Saarland.

Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vom 26. April 1986 ist zwar schon lange her, dennoch wirkt sie immer noch nach. Radioaktive Wolken machen an keiner Grenze halt. Daher war die Bevölkerung von Weißrussland damals ganz besonders betroffen, weil die Radioaktivität mit dem Wind vom Unglücksort in der Ukraine nach Weißrussland kam.

Auch heute noch sind die Folgen der Verstrahlung zu spüren, Schilddrüsenkrebs, Leukämie und andere Erkrankungen die häufige Diagnose.

Auch viele Kinder sind durch ihr schwaches Immunsystem gefährdet. Gerade für sie will der Verein "Saarländische Kinderhilfe - Leben nach Tschernobyl" etwas tun. Seit 1997 lädt er regelmäßig Kinder aus Weißrussland zur Sommerfreizeit ins Saarland ein. Die Jungen und Mädchen sollen sich erholen, Spaß haben und ihren Alltag vergessen, Kräfte sammeln und ihr Immunsystem stärken.

Erholsame Ferien für Kinder aus Weißrussland
Audio
Erholsame Ferien für Kinder aus Weißrussland
Eine Gruppe von 27 Kindern ist gerade hier im Saarland zu Gast und hat ihren Spaß, zum Beispiel bei einem Ausflug zum Dampfbahnclub nach Namborn. Unser Reporter Carl Rolshoven war mit dabei.

20 Jungen und sieben Mädchen aus der Stadt Shitkowitschi und deren Umgebung sind gerade für drei Wochen ins Saarland gekommen. In dieser Zeit lernen sie nicht nur ihre Gastfamilien kennen, es stehen auch viele Unternehmungen auf dem Programm. So ging es u.a. bereits zum Saarbrücker Flughafen und in den Zoo.

Weitere Infos unter www.saarlaendische-kinderhilfe.de


Auch Thema auf SR 1 am 31.07.2019 in der Sendung 'Hallo Saarland.'

Artikel mit anderen teilen