Saarbahn (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Warum es in der Saarbahn schon mal eng wird

  02.04.2020 | 17:51 Uhr

Abstand halten - das fällt in Bus und Bahn derzeit schon mal schwer. Besonders, wenn sich morgens alle Fahrgäste in einen einzigen Saarbahnwagen zwängen müssen. Die Saarbahn versucht zwar, mit zwei Triebwagen zu fahren, aber das klappt nicht immer. Wir haben nachgefragt, warum.

Wer mit der Saarbahn zur Arbeit fährt, der hat sicher schon die Beobachtung gemacht, dass morgens, wenn viel Andrang herrscht, die Bahn oft nur mit einem Triebfahrzeug unterwegs ist, nachmittags dann aber in Doppeltraktion fährt. Manchmal zumindest. Dabei wäre es umgekehrt doch sinnvoller.

Nicht alle Wagen einsatzbereit

Das Ziel, auch morgens mit zwei Einheiten zu fahren, lässt sich nicht immer umsetzen, so die Saarbahn. Sprecherin Ulrike Reimann rechnet vor:

Die Saarbahn besitzt insgesamt 28 Fahrzeuge. Acht davon sind derzeit nicht im Einsatz, weil bei ihnen die Hauptuntersuchung ansteht.

Die Saarbahnwagen werden zwar alle täglich gereinigt, doch darüber hinaus hat das Unternehmen aufgrund der aktuellen Situation die Desinfizierung seiner Fahrzeuge intensiviert: Alle Wagen werden jede Woche mit einer umweltfreundlichen Kaltvernebelungstechnik komplett desinfiziert. In normalen Zeiten findet das alle drei Monate statt. Das bedeutet aber derzeit, dass täglich vier Einheiten aus diesem Grund nicht verfügbar sind.

Kaum Spielraum

Bleiben noch 16 Fahrzeuge für den regulären Betrieb. Ein technischer Defekt oder ein Unfall können dann schon dazu führen, dass es eng wird. Unter Umständen ist es dann nicht mehr möglich, in Doppeltraktion zu fahren.


Auch Thema auf SR 1 am 02.04.2020 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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